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Leitfaden fürs Smartphone : „Ehrlich gesagt, habe ich mich ziemlich darüber aufgeregt“

  • Aktualisiert am

Das erste Foto, das Camilla 2017 auf Instagram postete. Bild: Privat

Unsere Autorin Anke Schipp hatte Eltern vor drei Wochen Tipps für die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder gegeben. Die 15 Jahre alte Camilla hat sich darüber „ziemlich aufgeregt“ – und uns diesen Leserbrief geschickt.

          Liebe Frau Schipp, ich bin 15 und habe Ihren Leitfaden zum Umgang mit dem Smartphone gelesen. Ehrlich gesagt, habe ich mich darüber ziemlich aufgeregt. Im Deutschunterricht mussten wir bereits mehrfach Leserbriefe schreiben, allerdings immer zu Themen, die uns nicht wirklich interessieren. Beim Lesen Ihres Artikels hatte ich jedoch das dringende Bedürfnis, einige Dinge zu kommentieren oder richtigzustellen. Und ich denke, dass ich hier nicht nur für mich spreche, sondern für viele aus meiner Generation, die bei Ihnen ja sehr schlecht wegkommt.

          Ich gehe in die neunte Klasse eines Gymnasiums. Seit ich zwölf bin, besitze ich ein Smartphone, das alte von meiner Mutter. Ich benutze es für Whatsapp, Instagram, Snapchat, Youtube, zum Musikhören, aber auch, um damit den Vertretungsplan meiner Schule, Gitarren-Chords, Vokabeln oder Busfahrpläne nachzuschauen oder mich morgens wecken zu lassen. Bei uns zu Hause gab es nie einen Handynutzungsvertrag, wie Sie ihn vorschlagen. Trotzdem denke ich, dass ich meine Handynutzung gut im Griff habe. Laut der „Bildschirmzeit“-Funktion des iPhones verbringe ich täglich etwa 90 Minuten am Handy.

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          Können Jugendliche wirklich nicht mit Smartphones umgehen? Unsere Leserin Camilla, 15, findet: doch! (Symbolbild)

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          Und, was meinen Sie dazu?

          Vor drei Wochen hat unsere Autorin Anke Schipp unter der Überschrift „Gleich, Mama!“ einen Leifaden für Eltern geschrieben, deren Kinder zu Weihnachten ein Smartphone bekommen haben. Die Autorin, selbst Mutter zweier Kinder, glaubt, dass es sich leichter lebt, wenn man gewisse Regeln einführt, Bildschirmzeiten mit Hilfe einer App beschränkt oder einen Vertrag mit dem Kind abschließt, wann und wie oft es an sein Smartphone darf. Letztlich ging es also darum, dass Eltern die Kontrolle über das Kind und sein Handy behalten sollen. Aber muss das wirklich sein?

          Camilla, 15 Jahre, hat dazu eine andere Meinung und schrieb uns einen Leserbrief, der uns zeigte, dass man die Dinge auch anders sehen kann, aus der Perspektive des Kindes, und den wir hier komplett abdrucken. (Später schickte sie auch noch das Foto von sich, das oben zu sehen ist.)

          Unsere Autorin kam danach durchaus ins Grübeln und hat mit ihrer Tochter darüber geredet. Wie sehen Sie das? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Oder fragen Sie Ihre Kinder, was die denken. Wie sehr müssen Eltern kontrollieren? Sollte man in der Schule das Benutzen von Smartphones erlauben? Oder haben Sie Tipps, wie das Familienleben mit Smartphone besser funktioniert? Schreiben Sie uns, was Sie (oder Ihre Kinder) denken, per Mail an sonntagszeitung_leben@faz.de. Wir veröffentlichen ausgewählte Zuschriften auf FAZ.NET.