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Lena im Stil-Fragebogen : „Ich glaube an das Universum“

Beruflich modisch und privat genügsam: Lena Meyer-Landrut kauft selten Kleidung. Bild: Matthias Lüdecke

Zehn Jahre sind vergangen, seit Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest gewann. Im Stil-Fragebogen spricht sie darüber, warum sie ungern öffentliche Verkehrsmittel nutzt – und manchmal unvernünftig ist.

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          Lena Meyer-Landrut ist zwar zurzeit nicht auf Tournee, hat aber trotzdem so viele Termine, dass sie es kaum selbst auf Konzerte schafft. Während der Berlinale war die Sängerin, die vor zehn Jahren, am 29. Mai 2010, den Eurovision Song Contest gewann, als Gesicht von L'Oréal Paris engagiert. Nicht einmal die Kälte brachte die Neunundzwanzigjährige von ihrer selbstbewussten Kleiderwahl ab. Das schwarz-weiße Outfit, das sie am Eröffnungsabend trug, gehört in ihre persönlichen Top Ten, wie Lena beim Gespräch während des Filmfestivals sagt.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Immer unterschiedlich, mal Rührei mit Tomate, mal Brot mit Käse, mal Porridge, mal Granola mit Früchten. Kommt ganz auf den Tag an.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Ich kaufe wenig Kleidung. Ich werde ja im Job schon so viel an- und umgezogen, deswegen kaufe ich für mich privat ein, zwei Basicteile, die lange halten. Ich habe ein paar Jeans und Jogginghosen und Pullis, und das reicht mir. Wenn ich etwas kaufe, muss es eine gute Qualität haben und nachhaltig sein.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Meine Lieblingsjogginghose, grau, schlabberig, für den Sonntag. Die ist schon komplett ausgebeult, aber das sind ja die besten Stücke.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Karten zu Weihnachten.

          Welches Buch hat Sie im Leben am meisten beeindruckt?

          Sehr zeitig hat mich „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder geprägt, das hat mir meine Mutter bereits als Kind vorgelesen. Danach habe ich es immer wieder gelesen.

          Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?

          Im Internet, ich habe dafür die einschlägigen Apps. Natürlich die F.A.Z., „Tagesschau“ und die ganzen Daily Podcasts.

          Lena Meyer-Landrut auf der Berlinale: Dieses schwarz-weiße Outfit gehört in ihre persönlichen Top Ten, sagt sie.
          Lena Meyer-Landrut auf der Berlinale: Dieses schwarz-weiße Outfit gehört in ihre persönlichen Top Ten, sagt sie. : Bild: EPA

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Dass Smalltalk der Horror ist.

          Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

          „Marriage Story“ auf Netflix, mit Adam Driver und Scarlett Johansson. Da habe ich wie eine Irre an verschiedenen Stellen geschluchzt.

          Sind Sie abergläubisch?

          Nein, aber ich glaube an das Universum.

          Worüber können Sie lachen?

          Über mich selbst, über Witze von Helge Schneider, über Otto und Loriot.

          Ihr Lieblingsvorname?

          Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

          Machen Sie eine Mittagspause?

          Nur an Tagen, die komplett durchgetaktet sind. Sonst habe ich kaum „normale Tage“, also auch keine festen Mittagszeiten.

          In welchem Land würden Sie gerne leben?

          In Deutschland, und wenn es hier irgendwann den Bach runtergeht und viele so schwarze Tage folgen wie in den vergangenen Wochen, dann müsste man noch einmal darüber nachdenken. Aber erst, nachdem man mit aller Kraft dagegen gekämpft hat.

          Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

          Zitronen. Hafermilch. Sonst kaufe ich eher frisch ein. Da ich selten zu Hause bin, kaufe ich lieber in Läden wie „Original Unverpackt“ ein, in denen man genau die Menge bekommt, die man braucht. Dann muss man nichts wegwerfen, weil es schlecht wird, und hat nicht so viel Verpackung.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Mit Auto. Für mich sind öffentliche Verkehrsmittel anstrengend. Da kann ich nicht richtig telefonieren, weil mich manchmal Leute erkennen und dann zuhören. Ich habe aber einen geilen Elektro-Smart, mit dem fahre ich sehr gern.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Ich habe das Gefühl, ich bin gar nicht in einer Sache richtig gut, sondern in vielen ein bisschen. Außer natürlich im Singen!

          Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?

          Viele Sachen. Ich reagiere oft emotional, bevor ich nachdenke. Das ist sehr unvernünftig, häufig denke ich dann: Hätte ich erst einmal zehn Minuten darüber nachgedacht, dann hätte ich anders reagiert! Das mache ich häufig und doll und zu viel.

          Welcher historischen Person würden Sie gerne begegnen?

          Ich habe gerade bei Deutschlandfunk Nova „Eine Stunde History“ über Kleopatra gehört. Was für 'ne Frau, wow!

          Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?

          Uhr ist ein schwieriges Thema. Ich schaue selten auf die Zeit, das ist mir nicht wichtig. Ich habe eine Uhr, die habe ich mir mal gekauft, das ist ein Investment. Aber dafür muss ich in der Laune sein, meistens ist mir das zu statussymbolmäßig. Und den Schmuck, die Ringe und Ohrringe, wechsele ich je nach Tageslaune.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Pamplemousse.

          Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?

          Reisen an sich ist ein absoluter Luxus, und ich liebe es generell, neue Orte und Kulturen zu entdecken und neue Leute kennenzulernen. Schwer, da ein einziges Erlebnis rauszugreifen.

          Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?

          Ich hatte mit Konzerten Pech in letzter Zeit. Ich wäre gerne gestern bei Stormzy in Berlin gewesen, da konnte ich wegen eigener Termine nicht. Sabrina Claudio ist krank geworden, und Sam Fender kann ich nächsten Freitag leider auch wegen Terminen nicht sehen.

          Was fehlt Ihnen zum Glück?

          Wenn, dann steht man sich doch nur selbst im Weg zum Glück. Materielles kann nichts zum Glück beitragen, da zählt nur die innere Welt.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Kommt drauf an, Wasser oder Saftschorle. Wenn Wein, dann Rotwein.

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