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Kosmetik aus Korea : Hightech für die Haut

  • -Aktualisiert am

Dauerbrenner Nivea: Die neue Konkurrenz kommt aus Korea. Bild: AFP

Die Koreaner sind für ihr strenges Schönheitsprogramm bekannt. Jetzt entdecken auch Deutsche ihre Kosmetikprodukte. Die Inhaltsstoffe aber machen bisweilen stutzig.

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          Wenn es in Korea so etwas wie eine nationale Obsession gibt, dann ist es die Schönheitspflege. Kosmetikboutiquen findet man dort an Straßenecken wie in Deutschland Kioske, und eine typische Pflegeroutine besteht aus zehn Schritten. Dafür haben Koreanerinnen aber auch makellose Haut. Jetzt dämmert es auch dem Rest der Welt, dass es dafür Gründe geben könnte. Aus der Kosmetikindustrie ist eine der wachstumsstärksten koreanischen Wirtschaftszweige geworden. Auch bei uns werden die Produkte immer beliebter.

          Angefangen hat alles mit der BB-Creme, die ursprünglich von einer deutschen Dermatologin erfunden wurde, die aber erst die Koreaner richtig zu vermarkten wussten. Spätestens seit die BB-Creme 2011 von dort aus nach Nordamerika und Europa kam, sind koreanische Kosmetikhersteller auf dem internationalen Radar.

          Alles wird auf die Haut geschmiert, was auch auf den Tisch kommt

          „Koreanische Produkte sind qualitativ hochwertig und innovativ“, sagt Charlotte Cho, Mitbegründerin von Soko Glam und Autorin des Beauty-Ratgebers „The Little Book of Skin Care: Korean Beauty Secrets for Healthy, Glowing Skin“. „Die Unternehmen können innerhalb von sechs Monaten neue Produkte auf den Markt bringen, während amerikanische oder europäische Hersteller zwei Jahre brauchen. Außerdem sind sie schön eingepackt, sollen Spaß machen und nicht als Notwendigkeit gesehen werden. Und sie sind wesentlich günstiger als andere gleichwertige Kosmetik“, erklärt Cho.

          Ein zehnstufiges Programm muss es aber nicht sein, auch dafür gibt es Innovationen, weiß Christine Chang, die mit ihrer Partnerin Sarah Lee unter „Glow Recipe“ hochwertige koreanische Kosmetik vertreibt. „Es geht nicht um Rigidität, sondern um Resultate. Und dafür entwickeln die Hersteller immer mehr Kombinationsprodukte, die verschiedene Funktionen beinhalten.“ Neben kitschigen Plastiktiegeln in Teddybär- und Obstform von Herstellern wie Tony Moly oder Etude House sind es in den vergangenen Jahren vor allem hochwertige Produkte mit Inhaltsstoffen aus der Natur, die Wunder wirken sollen. So wird alles auf die Haut geschmiert, was auch auf den Tisch kommt, Obst, Gemüse, Pilze. Und ein bisschen mehr: Schneckensekret, Schweine-Kollagen, Eselsmilch.

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