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Kolumne „Stichprobe“ : Können Tattoos kulturelle Aneignung sein?

  • -Aktualisiert am

Ein georgischer Schriftzug auf dem Arm unseres Autors Bild: Francois Klein

Tätowierungen sind persönlicher Schmuck und besondere Erinnerung. Aber nicht nur das. Tatsächlich eignet man sich damit oft andere Kulturen an – auch unser Autor.

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          Eines Abends zeigte mir ein Bekannter ein hinduistisches Tattoo auf seinem Oberarm. Eine religiöse geometrische Figur, ein Yantra-Tattoo, die je nach Symbol eine andere Bedeutung hat. Er erzählte von den Reisen und Erfahrungen, die er in Asien gemacht hatte. Das Tattoo habe er sich stechen lassen, um sich an die Spiritualität zu erinnern, die er dort erfahren hatte. Während er diese Verbindung erklärte, kamen in mir erste Zweifel an Symbolen aus fremden Kulturen hoch – auch an meinen eigenen Tattoos.

          Es ist so einfach, so verführerisch: ein Brummen, etwas Tinte, ein Symbol auf der Haut. Was wir uns tätowieren lassen, betrachten wir oft als unser Eigentum. Dass Tätowierungen auch Diebstahl sein können, macht man sich nicht bewusst. Auch ich habe das lange nicht getan.

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