https://www.faz.net/-hrx-a48ak

Digitalisierung im Standesamt : Japan erwägt digitale Eheschließungen

  • Aktualisiert am

In Japan sollen Eheschließungen bald auch online möglich sein. Bild: dpa

Japans traditionelle Stempel-Kultur hat sich im Zuge der Corona-Krise als großes Hindernis erwiesen. Das soll sich nun ändern – Scheidungen und Hochzeiten sollen auch online möglich werden.

          1 Min.

          Japan denkt über die Digitalisierung von Eheschließungen und Scheidungsanträgen nach. Wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf Justizministerin Yoko Kamikawa berichteten, prüft ihre Regierung zu diesem Zweck, die bislang nötigen Stempel unter solchen Anträgen abzuschaffen.

          Japans traditionelle Stempel-Kultur erwies sich im Zuge der Corona-Krise in der staatlichen Bürokratie wie auch in den Unternehmen als großes Hindernis. Als Lehre daraus will die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt jetzt die Digitalisierung vorantreiben. Denn ungeachtet seines Rufes als Hightechnation hinkt Japan in diesem Bereich hinter anderen Ländern hinterher. Das soll sich nun ändern.

          So will die Regierung die Effizienz in den Ministerien und Behörden steigern und zu diesem Zweck ein einheitliches Computernetzwerk aufbauen, wie die führende Wirtschaftszeitung „Nikkei“ kürzlich berichtete. Bislang verfügten die Ministerien und Behörden über jeweils eigene LAN-Netzwerke mit unterschiedlichen Sicherheitsstandards.

          Um künftig Video-Konferenzen zum Beispiel mit anderen Behörden oder auch Privatgesellschaften zu erleichtern, sollen die einzelnen Netzwerke in den nächsten Jahren abgeschafft werden. Laut Volkswirten ist Japan nun dabei, einen Riesensprung in Richtung einer Digitalisierung und neuer Arbeitsstile zu machen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kämpft mit dem Brexit und der Pandemie an zwei Fronten: Großbritanniens Premier Boris Johnson

          Desinteresse in Großbritannien : Für viele Briten ist der Brexit erledigt

          In Großbritannien interessiert sich kaum noch jemand für die Verhandlungen über das künftige Verhältnis zur EU. Das liegt nicht nur an der Corona-Pandemie. Auch das Verhalten des Staatenbundes spielt eine wichtige Rolle.

          Fehlstart für Dortmund : Unerklärlich, desolat und einfach schlecht

          Beim Start in die Saison der Champions League zeigt der BVB bei der Niederlage bei Lazio Rom eine erschreckende Leistung. Die Kritik ist groß. Und nun wartet auch noch eine ziemlich brisante Aufgabe auf die Dortmunder.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.