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Fragebogen mit Chiara Ferragni : „In meinem Kühlschrank fehlt fast alles“

Beim Filmfestival in Venedig stellte Chiara Ferragni einen Film über ihr Leben vor. Bild: EPA

Mit 16 Jahren begann Chiara Ferragni ihre Influencer-Karriere. Heute hat die Italienerin mehr als 17 Millionen Follower auf Instagram. Im Fragebogen verrät sie, was sie gegen Aberglauben tut und welcher Film sie zu Tränen rührte.

          3 Min.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Eier, Avocado, dunkles Toastbrot und Kaffee, manchmal Granola. Ich versuche, mich sehr gesund zu ernähren.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Überall. Ich kaufe viel Vintage, trage Sachen von vielen verschiedenen Designern und bekomme auch viele Stücke von Modemachern geschenkt.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Ich habe ein paar Hermès-Taschen aus den Siebzigern. Und ein Chanel-Kleid, das früher meiner Mutter gehörte. Es stammt aus den frühen Neunzigern.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Das ist so lange her, ich weiß gar nicht mehr, wann es war. Ich bin eher ein Telefonmensch. Wenn ich etwas mitzuteilen habe, rufe ich gleich an oder schreibe Nachrichten auf dem Smartphone.

          Welches Buch hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt?

          „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Ich habe ihn gelesen, als ich zehn Jahre alt war. Ich trage ihn sogar als Tattoo auf dem Arm.

          Wie informieren Sie sich über das Weltgeschehen?

          Über Social Media. Wenn es um Politik geht, informiert mich mein Mann, der steckt mehr in den Themen drin.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Das Wetter. Damit kann man immer ein Gespräch anfangen.

          Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

          „A Star is Born“. Den habe ich im Flugzeug gesehen. Irgendwie bin ich in Flugzeugen total emotional und weine bei jedem Film. Und dieser Film hat mich echt bewegt.

          Sind Sie abergläubisch?

          Ich bin italienisch in meinem Aberglauben. Wenn ich etwas sage und nicht will, dass es passiert, dann klopfe ich auf Holz oder fasse meine linke Brust an.

          Worüber können Sie lachen?

          Über gute Witze, mit Menschen, die sich selbst nicht zu ernst nehmen. Ich lache gern. Jemand, der dich zum Lachen bringt, ist wertvoll für dein Leben.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Bianca.

          Machen Sie eine Mittagspause?

          Da kommt wieder die Italienerin durch. Ich brauche mindestens eine Dreiviertelstunde für die Mittagspause, meistens mehr. Und ich muss mein Essen wirklich genießen können. Ich will es nicht im Laufen zu mir nehmen, ich muss mich dafür hinsetzen.

          In welchem Land würden Sie am liebsten leben?

          Italien. Ich habe jetzt fünf Jahre in Los Angeles gelebt, aber ich reise sehr viel. Ich mag die Stadt, aber Europa, die Europäer und der europäische Lebensstil fehlen mir dort einfach wahnsinnig. In Italien gefallen mir Mailand und Rom am besten. Ich weiß aber nicht, ob ich jemals in Rom leben könnte. Um das Leben dort zu lieben, muss man wohl dort geboren sein.

          Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

          Ich bin echt schlecht darin, Einkäufe zu machen. In meinem Kühlschrank fehlt für gewöhnlich alles. Meist erledigt mein Assistent die Einkäufe. Wenn ich etwas für mich kaufe, dann isst es mein Mann oder unser Kind. Außer meiner Schönheitsmaske ist also nichts im Kühlschrank zu finden.

          Chiara Ferragni weiß, wie sie sich in Szene setzen muss: Bei ihrer Hochzeit mit Rapper Fedez gab es einen Auftritt auf dem Balkon für die Fans.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Mit einem Auto. Wenn ich in Los Angeles bin, fahre ich immer selbst. In Mailand hingegen seltener, denn es ist so schwer, einen Parkplatz zu finden. Da nehme ich lieber Uber oder ein Taxi.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Menschen eine Botschaft mitzugeben – und dabei ich selbst zu bleiben.

          Was tun Sie, obwohl es unvernünftig ist?

          Manchmal bin ich ungeduldig. Ich weiß, ich sollte das nicht sein, aber manchmal werde ich hibbelig, wenn Leute nicht so schnell sind wie ich. Es wird aber besser. Unser Sohn bringt mir bei, geduldiger zu sein. Und mein Mann natürlich auch. Der ist eine echte Diva und braucht mitunter ewig, bis wir das Haus verlassen können. Ich bin viel schneller und muss immer auf ihn warten.

          Welche historische Person würden Sie gerne treffen?

          Albert Einstein oder Andy Warhol. Aber ich wüsste nicht, was ich sie fragen würde. Ich bin immer nervös, wenn ich Menschen treffe, die ich toll finde.

          Tragen Sie Schmuck? Und eine Uhr?

          Ja! Viel Schmuck und immer eine Uhr. Ich trage sie rechts. Ich stelle daran immer die Zeitzonen nach. Manchmal behalte ich die italienische Zeit für einen Tag in Los Angeles bei, aber dann gebe ich auf.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Das ist immer unterschiedlich. Ich mag maskuline, holzige Düfte. „Santal“ von Le Labo find ich gerade sehr toll.

          Was war Ihr schönstes Ferienerlebnis?

          Zu Weihnachten kamen im vergangenen Jahr meine Familie und die meines Manns im Trentino zusammen. Es war toll, alle waren da. Im Jahr zuvor konnte ich nicht verreisen und nicht Ski fahren, weil ich schwanger war. Dieses Mal konnte ich wieder Ski fahren und viel Zeit mit meinem Sohn Leo und meiner Familie verbringen.

          Auf welchem Konzert waren Sie zuletzt?

          Backstreet Boys.

          Was fehlt Ihnen zum Glück?

          Ich bin sehr glücklich. Aber es gibt immer eine Stimme in mir, die sagt: Du solltest noch mehr machen, noch besser sein. Ich erwarte sehr viel von mir, jeder ist ja selbst sein schlimmster Feind. Man muss sich Mühe geben, nett zu sich selbst zu sein. Ich glaube, die Leute konzentrieren sich zu sehr darauf, was ihnen fehlt, und verlieren aus dem Blick, was sie alles schon haben.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Mineralwasser. Wenn ich ausgehe, dann ein Glas Weißwein oder im Sommer ein Glas Rosé.

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