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Hochzeitsserie – Teil 6 : Die Prinzessin setzt sich immer durch

Die Brautmode ist vielfältiger geworden. Doch am Ende wollen die meisten Bräute ein klassisches Kleid, gerne mit Glitzer. Bild: Plainpicture

Der Trend geht eigentlich zu minimalistischen Brautkleidern. Zumindest wenn man die großen Designer fragt. Aber im richtigen Leben tragen die meisten Bräute immer noch viel Spitze und Glitzer.

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          Schon bei den Puffärmeln liegen die Meinungen in Berlin und Mainz weit auseinander. Gefühlt mehr als die 600 Kilometer, die die beiden Städte eigentlich voneinander trennen. Beim Brautmodenlabel Kaviar Gauche gilt gerade: wenn Ärmel, dann ausladend. In der Hauptstadt können Bräute in Minikleider mit doppelter Knopfleiste und ellenbogenlangen Puffärmeln schlüpfen. Oder in figurbetonte Midikleider mit Beinschlitz und Ärmeln, die von hinten fast wie Flügel wirken. Sogar Blazer mit Puffärmeln gibt es. Ein Jahr habe es gedauert, sagt Designerin Johanna Kühl, „aber nun funktionieren sie sehr, sehr gut“. Auffällige Ärmel – da sind sich die Designer in den Metropolen sicher – sind der neue Trend in der Brautmode.

          Sarah Obertreis
          Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.

          Helen Bender steht in ihrem Geschäft nur ein paar Schritte vom Schillerplatz in Mainz entfernt und fragt: „Wer soll denn solche Lady-Di-Gedächtnisärmel tragen?“ Bender verkauft seit mehr als zehn Jahren Brautkleider, Einteiler und Damenanzüge. Zu ihr kommen nicht nur Frauen, die einen Mann heiraten, sondern auch viele lesbische Paare. Die Anzüge designt Bender selbst, die Brautkleider kauft sie ein. Wer bei ihr nach Puffärmeln schauen würde, müsste lange suchen.

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