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Parfums von Celine : Duft-Erinnerung an das Paris der 70er Jahre

Außen klares Design, innen Ledernoten: „Reptile“ von Celine Bild: Celine

Pudrige Noten, cremige Iriswurzel, warmer Heliotrop: Hedi Slimane hat aus seinen Tagebuchskizzen Parfums entwickelt. Die gibt es jetzt exklusiv bei Celine zu kaufen.

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          Hedi Slimane hat mehr Ideen, als in eine Modekollektion passen. Es verwundert also nicht, dass er für Celine nun auch Parfums entworfen hat. Grundlage für die neun Düfte, die in diesem Herbst im Münchner Flagshipstore und der neuen Boutique in Frankfurt erhältlich sind, war das Tagebuch des Designers. Darin hatte er Momente seiner Reisen und seiner Streifzüge durch Paris festgehalten. Die spiegeln sich nun in den Namen der Düfte wieder: Die heißen etwa „Dans Paris“, „La Peau Nue“ oder „Eau de Californie“.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Sie alle durchzieht eine pudrige Note, der Rest ist Hommage an olfaktorische Erinnerungen des Designers, der lange in Kalifornien lebte, und an französische Parfums der sechziger und siebziger. „Saint-Germain-Des-Près“ etwa feiert das gleichnamige schicke Pariser Viertel mit weißen Neroli-Blüten, cremiger Iriswurzel und vanillewarmem Heliotrope. „La Peau Nue“ hingegen beschwört den Duft nackter Haut mit Rose, Reispuder und Vetiver. „Reptile“ wird mit Pfeffernoten, Moos und Leder animalisch. Wie schon die androgynen Anzug-Entwürfe seiner ersten Modekollektion für Celine, so können auch Slimanes Düfte sowohl Männer, als auch Frauen tragen.

          Slimanes Hommage an Saint Germain riecht nach Neroli-Blüten, Heliotrop und Iriswurzel.

          Es ist nicht das erste Mal, dass Slimane Parfums entwirft. Als er im Sommer 2000 Kreativdirektor für die Männerlinie von Dior wurde, brachte er nicht mal ein Jahr später das Dior-Homme-Parfum „Higher“ auf den Markt. Neben klassischer Mode auch Accessoires und Düfte anzubieten, erweitert die Zielgruppe auf jene, die für weniger Geld ein bisschen Luxus besitzen wollen. Bei Dior wuchs der Umsatz unter Slimane stark. Und in seiner Zeit als Kreativdirektor von Saint Laurent (2012 - 2015) verdreifachte sich der Umsatz des Hauses auf rund eine Milliarde Euro.

          Auch Celine richtet Slimane nun neu aus. Im Januar brachte er für das Label die erste Männerkollektion heraus. Gegen den Streatwear-Trend  setzt er seine schmalen Silhouetten, statt Sneaker trugen die Models polierte Lederschuhe. Die Damenkollektion holte klassische Celine-Schnitte zurück: Seidenblusen, Faltenröcke, bedruckte Seidenhalstücher. Klassischer Minimalismus statt Opulenz. So geradlinig wie diese Mode kommt auch das Design der Flakons und Parfumverpackung daher. Rechteckig geschliffene Flaschen, auf den weißen Etiketten der schwarze Celine-Schriftzug, der 2018 von Slimane ums Accent aigu gebracht wurde.

          Preislich liegt Celines Haute Parfumerie über der Konkurrenz: 100 Milliliter gibt es ab 190 Euro. Am ehesten ist es zu vergleichen mit Sondereditionen wie „Les Exclusifs“ von Chanel oder „Les Créations des Monsieur Diors“ von Dior. Fans von Nischdüften wittern hier ihre Chance.

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