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Lästige Hautkrankheit : Ist Akne wirklich ein Problem?

  • -Aktualisiert am

Permanenter mentaler Schmerz: Dabei könnten es auch nur Punkte im Gesicht sein. Bild: Getty

Betroffene wollen, dass man Akne nicht mehr als Problem sieht. Kann das den Leidensdruck mindern? Und funktioniert das in Zeiten von utopischen Schönheitsidealen und sozialen Medien überhaupt?

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          Ein Tabuthema erkennt man daran, dass darüber geschwiegen wird. Noch mehr allerdings weist es sich als solches aus, wenn sich Mythen darum ranken. Akne ist so ein Tabuthema, über das viel geschwiegen und noch mehr Widersinniges geglaubt wurde. So dachten die alten Ägypter, die Pickel kämen vom Lügen. Das Wort „Mitesser“ leitet sich von der Überzeugung ab, es würde sich dabei um Würmer handeln, die unter der Haut nisteten. Und auch heute noch schmiert der ein oder andere verzweifelt Zahnpasta auf eine entzündete Stelle, im Glauben, das könne helfen.

          Zugleich ist in jüngster Zeit eine Gegenbewegung zu erkennen: der Versuch, das Tabuthema Akne zu entstigmatisieren. Ein bisschen ist es wie bei der Body-Positivity-Bewegung, die sich der Akzeptanz verschiedener Körperformen verschrieben hat. Künstler zeigen Akne ungeschönt, Models posten fast schon stolz ihre Pickel, und die „Teen Vogue“ hat in den Vereinigten Staaten sogar einen „Acne Award„ ins Leben gerufen. Die neue Bewegung heißt Acne-Positivity. Kendall Jenner, Justin Bieber, Lorde, sie alle stehen zu ihren Hautunreinheiten. Die vermeintlich perfekten Vorbilder zeigen ihre unreine Haut und machen jungen Menschen Mut, trotz ihrer Pickel am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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