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Kunst des Miteinander-Redens : „Wir müssen das Zögern lernen“

Redefreiheit: Am Stammtisch wird nicht immer differenziert, aber Auge in Auge diskutiert. Bild: Daniel Pilar

In der vernetzten Welt prallen Meinungen immer unversöhnlicher aufeinander. Wie können wir konstruktiver miteinander reden? Ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.

          3 Min.

          Herr Pörksen, Sie haben gemeinsam mit dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun ein Buch über „Die Kunst des Miteinander-Redens“ geschrieben. Steht es tatsächlich so schlecht um unsere Kommunikationskultur, wie viele sagen, müssen wir neu lernen, miteinander zu sprechen?

          Tim Niendorf

          Politikredakteur.

          Uns fiel auf, dass die aktuellen Beschreibungen der sich wandelnden Kommunikation nicht stimmen. Sie sind entweder dystopisch oder ideologisch. Die einen sagen: Der Diskurs verlöscht endgültig in einem postfaktischen Spektakel. Das sind Narrative des Niedergangs, Mythen, die man sich in der gesellschaftlichen Mitte erzählt. Die Ideologen sprechen wiederum von Meinungs- und Gesinnungsterror, von einer Diktatur – auch das ein Zerrbild. Wir wollten eine andere, genauere Beschreibung unserer Kommunikationslandschaft liefern, um zu verstehen, wie wir das Miteinander-Reden verbessern können.

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