https://www.faz.net/-hrx-a9a0m

Sprachkenntnissen zum Trotz : Warum wir uns als Familie im Ausland fremd fühlten

  • -Aktualisiert am

Was ist deutsch an uns? Brezeln essen im Nationaltrikot? Bild: Maike Neuendorff

Unsere Autorin lebte mit ihrer Familie zehn Jahre in England. Es war eine schöne Zeit. Und doch erkannte sie: Auch wenn man die Sprache spricht, kann man sich fremd fühlen.

          6 Min.

          Wir waren noch keinen Monat verheiratet, als mich mein Mann in meiner Mittagspause anrief: „Die Stelle in London wird frei, und wenn ich möchte, kann ich sie haben!“ Das war nun wirklich eine verrückte Überraschung. Unsere Zukunftspläne waren nicht auf Veränderung oder gar aufs Ausland gerichtet – aber wenn solch ein Angebot im Raum steht …

          Die Entscheidung zwischen der verlockenden Fremde und dem angenehm Vertrauten fiel uns nicht leicht, spontane Draufgänger sind wir nicht. Mir ist das Telefonat mit einer Freundin im Kopf geblieben: „Fünf Jahre London!“, meinte ich zu ihr. „Wenn wir danach wieder nach Deutschland zurückkommen, bin ich schon vierzig.“ Die Antwort der Freundin: „Aber vierzig bist du auch so ganz schnell – und dann hast du wenigstens was erlebt.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Deutsche Einzelkritik : Müller nervt Portugal, Gosens ragt heraus

          Beim Sieg über Portugal macht Robin Gosens wohl die Partie seines Lebens. Auch andere DFB-Akteure zeigen sich deutlich verbessert. Aber einer scheint nicht der Lieblingsspieler von Bundestrainer Joachim Löw zu sein.
          Vollelektrisch: Der Porsche Taycan Cross Turismo

          Sportwagenhersteller : Klimamanöver im Porsche-Tempo

          Die Hälfte der Porsche-Belegschaft wird in fünf Jahren eine andere Arbeit machen als heute. Es ist klar, was daraus folgt.
          Zurzeit ein teurer „Spaß“: Häuser in einem Neubaugebiet in Frankfurt am Main

          Hauskauf in der Metropole : Wenn das Eigenheim nur eine teure Seifenblase ist

          Ist es sinnvoll, wenn sich Eltern an der Finanzierung von Eigenheimen ihrer Kinder beteiligen? Nicht immer – denn auch Gutverdiener können sich in Großstädten nicht ohne weiteres ein Reihenhaus leisten, wie unser Kolumnist vorrechnet.