https://www.faz.net/-hrx-a3z76

Erziehung mit Folgen : „Jungen sollen mutig und Mädchen perfekt sein“

In der Grundschule sind Mädchen oft besser – warum werden sie später so selten Chefinnen? (Bild von einer Einschulung in Frankfurt Oder) Bild: ZB

Mädchen werden dazu erzogen, perfekt zu sein und keine Risiken einzugehen – und haben es deshalb im Berufsleben schwer, sagt die Rechtsanwältin, Unternehmerin und Politikerin Reshma Saujani. Sie will das ändern.

          4 Min.

          Frau Saujani, ich habe Ihr Buch „Mutig, nicht perfekt“ komplett durchgelesen, bevor ich mir auch nur eine einzige Frage für dieses Interview notiert habe. Hätte ein Mann das auch so gemacht?

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Bestimmt nicht! Er hätte sich vermutlich damit durchgemogelt, meinen Ted Talk anzuschauen.

          Woran liegt das?

          Ich denke, Mädchen werden dazu erzogen, perfekt zu sein und keine Risiken einzugehen. Sie sollen gute Noten schreiben, aber sich am Klettergerüst nicht zu hoch hinauf wagen, weil sie fallen und sich weh tun könnten. Jungen hingegen sollen ruhig bis nach oben klettern und auch mal fallen. Als Erwachsene trauen sie sich deshalb mehr, etwa in Gehaltsverhandlungen, während Frauen Angst haben, Fehler zu machen und schlecht dazustehen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Machtwechsel in Amerika : Trumps kalkuliertes Ende

          Der scheidende Präsident kapituliert scheibchenweise. Es geht ihm um seinen künftigen Einfluss – und um viel Geld. Scheitert sein diabolischer Plan nun an der dilettantischen Ausführung?
          Scheinbar kühlschranktauglich: der in Oxford entwickelte Corona-Impfstoff

          Anti-Corona-Serum aus Oxford : Haben die Briten den Impfstoff für alle?

          Es passt nicht in das britische Selbstverständnis, dass deutsche und amerikanische Forscher zuerst einen Impfstoff präsentiert haben. Also preist man im Königreich die Kühlschranktauglichkeit der Substanz.