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Erfahrungen einer Betroffenen : Empfindliche Haut und Schminke – passt das zusammen?

  • -Aktualisiert am

Eine empfindliche Haut verträgt nur wenige Produkte. Vorsicht und Kontrolle sind dabei wichtig. Bild: dpa

Die Kosmetikindustrie bietet massenhaft Produkte an, die passend zum individuellen Hauttyp sein sollen. Hat man empfindliche Haut, verzweifelt man aber schnell an der großen Auswahl – und an Produkten, die alles nur schlimmer machen.

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          Reine, am besten makellose und glatte Haut: Ein Traum vieler Frauen, der durch die Hochglanz-Welt auf Instagram noch verstärkt wird. Aber was sollen Frauen sagen, die ständig mit Rötungen, Allergien oder Hautunreinheiten zu kämpfen haben? Manch eine fühlt sich dabei in die Pubertät zurückversetzt und versucht über passende Kosmetika ihre Wehwehchen zu lindern. Gerade die Kosmetikwelt bietet massenhaft Produkte an, die zum individuellen Hauttyp passen sollen. Doch viele Betroffene wissen, dass das oft nicht funktioniert. Kosmetika tragen selten zur Verbesserung bei. Sie verschlimmern oft das Hautbild.

          Sucht man ein passendes Produkt, um wieder schöne und gepflegte Haut zu bekommen, führt kein Weg daran vorbei, neue Mittelchen zu testen – was gerade für Allergiker unangenehme Folgen haben kann. In der Regel empfiehlt der Hautarzt, solle man ein bestimmtes Produkt eine Woche lang testen, bevor man sich für die tägliche Nutzung entscheidet. Bei der Masse an Produkten verliert man irgendwann nicht nur den Überblick, sondern auch die Zuversicht auf Besserung. Theoretisch könnte man sich jahrelang damit beschäftigen, jede Woche ein Produkt zu testen.

          Inhaltsstoffe in Cremes sind Freund oder Feind von empfindlicher Haut. Entweder tragen sie zur Verbesserung oder zur Verschlechterung bei. Eine Kontrolle ist daher besonders wichtig, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Die gedruckte Inhaltsliste auf dem Rücken der Tube sollte sorgsam gelesen werden. Helfen können Apps wie „CodeCheck“. Durch das Scannen des Barcodes per Smartphone werden chemische und natürliche Inhaltsstoffe angezeigt und erklärt. Darüber hinaus helfen Bewertungen von anderen Nutzern oft weiter, um ein passendes Produkt zu finden.

          DIY-Produkte als Ergänzung

          Für Frauen, die empfindliche Haut haben, sind Beauty- und Make-up-Trends der Endgegner. Egal ob Foundation, Puder, Make-up oder getönte Tagescreme: In diesen Döschen sind die meisten Chemikalien enthalten, die häufig zu Reizungen und Allergien führen oder eine umgekehrte Reaktion auslösen – trockene Haut wird plötzlich fettig, fettige Haut wird trocken und reizbar. So schwer es am Anfang auch fällt, am besten verzichtet man auf Make-Up und steht zu seinem Hautbild.

          Eine ganz eigene Welt sind Do-it-yourself-Produkte: Kaffeesatz und Zuckerpeeling, Quark und Ei als Maske, das Internet ist voll von solchen Rezepten und Gebrauchsanweisungen. Die Zutaten findet man oft für wenige Euro im Supermarkt. Nicht alle DIY-Rezepte sind schlecht, einige können teure Produkte ersetzen. Insgesamt sind sie aber höchstens als Ergänzung zur Pflege zu verstehen und sollten zeitnah verbraucht werden, damit sie nicht schlecht werden. Und vorher muss man aufpassen: Schließlich vertragen Allergiker auch manche Lebensmittel nicht.

          Der richtige Weg zum Produkt

          Um das passende Helferlein zu finden, geht man am besten in die Apotheke. Dort gibt es Proben zum Testen, die Beratung ist persönlicher und kompetenter als im Drogeriemarkt und es gibt speziell zusammengesetzte sowie natürliche Produkte. Natürlich ist der Service mit höheren Kosten verbunden. Hat man aber einmal die passende Creme gefunden, erspart man sich weiteres Testen – und damit auch viel Geld.

          Es ist insgesamt nicht leicht, empfindliche Haut gut zu pflegen. Oft greift man doch auf die Produkte im Drogeriemarkt zurück und ist es leid, ständig Neues zu testen. Der Verzicht auf liebgewonnene Produkte fällt zudem schwer. Es gibt aber auch Erfolgserlebnisse: Manchmal reicht schon eine einfache Tagescreme, Wasser und Seife oder ein Besuch bei der Kosmetikerin. Am Ende muss jede Frau ihren eigenen Weg finden – dabei ist es ihr natürlich selbst überlassen, was sie mit ihrer Haut macht und welche Pflege für sie die richtige ist.

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