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Auch wenn es draußen schmuddelig ist: Warm anziehen, Schirm mitnehmen und trotzdem raus gehen. Bild: dpa

Dunkle Jahreszeit : Was hilft gegen Winterdepressionen?

Die fehlende Sonne schlägt vielen Menschen im Herbst und Winter aufs Gemüt. Manche sind bloß müde und schlecht gelaunt, andere entwickeln eine richtige Depression. Was in beiden Fällen hilft, erklärt eine Psychiaterin.

          4 Min.

          Während die anderen Feldmäuse Körner, Nüsse und Stroh für den nahenden Winter sammeln, sitzt Frederick nur auf einem Stein herum und scheint nichts zu tun. Als die Mäuse ihn darauf ansprechen, entgegnet er: „Ich arbeite doch. Ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten, dunklen Wintertage.“ Als die Vorräte sich Monate später dem Ende zuneigen, die Stimmung gedrückt ist und die Mäuse frieren, erhellt Frederick die Höhle mit Erinnerungen an Sonne und bunte Farben. Das Kinderbuch „Frederick“ von Leo Lionni aus dem Jahr 1967 zeigt einen poetischen Ausweg aus dem Winterblues: Wem die Dunkelheit der Wintermonate aufs Gemüt schlägt, der braucht nur in schönen Erinnerungen zu schwelgen.

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Die Wirklichkeit ist unerfreulicher. Wenn die Tage kürzer werden, stellt sich die gesamte Physiologie beim Menschen um, und bei vielen verläuft das nicht reibungslos. Vermutlich etwa ein Viertel der Deutschen leidet im Winter an fehlendem Antrieb und Stimmungsschwankungen. Bei bis zu drei Prozent der Menschen wachsen sich die Symptome zu einer richtigen Depression aus: Sie können sich nicht konzentrieren, fühlen sich oft niedergeschlagen, müssen oft weinen. Außerdem haben sie ein erhöhtes Schlafbedürfnis und verstärkt Appetit auf Süßes und Kohlenhydrate, verbunden mit Heißhungerattacken – im Gegensatz zu Menschen, deren Depression nicht mit dem Wetter zusammenhängt und die oft unter Appetit- und Schlaflosigkeit leiden.

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