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Promi-Diäten : Toast à la Taylor, Möhrchen à la Monroe

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Wer schön sein will sollte nicht nur Drinks trinken. Aber müssen es gleich rohe Eier sein? Bild: AP

Die amerikanische Journalistin Rebecca Harrington hat Diäten der Stars am eigenen Leib ausprobiert. Salzige Haferflocken, Backkartoffeln mit Kaviar oder rohe Eier in Milch – manches war gewöhnungsbedürftig. Aber hat es zumindest etwas genützt?

          Gekochter Fisch zum Frühstück, Hammelfleisch zum Abendessen und zwischendurch klebrige Plätzchen: Im Internet stieß Rebecca Harrington eines Tages zufällig auf die Diät, an die sich der frühere amerikanische Präsident William Taft (1857-1930) streng gehalten haben soll. „Ich war wie besessen von dieser Diät von Amerikas dickstem Präsidenten, ich weiß auch nicht warum. Ich habe einfach auch damit angefangen“, erzählt die Journalistin. „Es war eine abscheuliche Sache voller Proteine, aber das Ganze war so bizarr, dass ich begann, mich für die Ernährungsweisen von Stars zu interessieren. Als nächstes habe ich dann die Diät von Elizabeth Taylor ausprobiert.“

          13 Diäten später ist aus dem Experiment ein Buch geworden: „I’ll Have What She’s Having. My Adventures In Celebrity Dieting“ (auf Deutsch etwa: „Ich nehme das, was sie hat. Meine Abenteuer mit Promi-Diäten.“) In den Vereinigten Staaten wird das kürzlich erschienene Werk bereits als „köstlich“ („Wall Street Journal“) gefeiert, in Deutschland soll es der Autorin zufolge demnächst auf den Markt kommen.

          Von Cameron Diaz (salzig zubereitete Haferflocken und viel Wasser) bis Madonna (makrobiotisch ohne Mehl, Eier, Fleisch und Milchprodukte), von Greta Garbo (getrocknete Aprikosen und ein Gericht aus Sellerie, Nüssen und Milch) bis Jackie Kennedy (Backkartoffeln mit Kaviar und saurer Sahne) und von Pippa Middleton (viel Protein) bis Victoria Beckham (fünf Handvoll Essen pro Tag) – die 14 Diät-Experimente suchte sich Harrington nach einem einfachen Prinzip aus: „Ich habe einfach einen Promi ausgewählt, der mich interessiert, und meistens gab es dann eine spezielle Diät dazu.“

          Autorin Rebecca Harrington

          Die Einzelheiten zu den Ernährungsplänen suchte sich die 29 Jahre alte Autorin im Internet und in Buchläden zusammen. „Eine der merkwürdigsten Sachen dabei ist, wie einfach es ist, herauszufinden, was berühmte Menschen jeden Tag essen. Es ist fast schon das einzige, das man findet, wenn man zu Schauspielerinnen recherchiert.“ Viele Prominente hätten sich in Interviews zu ihrer Ernährung geäußert – oder auch gleich Kochbücher veröffentlicht.

          So wie die italienische Schauspielerin Sophia Loren, die zwei Kochbücher herausbrachte und sich nach eigenen Angaben hauptsächlich von Nudeln ernährt. „Diese Diät begeisterte mich, denn sie klingt gar nicht wie eine Diät. Pasta morgens, mittags und abends? Was könnte besser sein? Pasta ist mein Lieblingsessen.“ Rasch findet Harrington allerdings heraus, dass die von Loren vorgegebene Portionsgröße sie nicht wirklich satt macht.

          Auch die Rezepte aus dem Kochbuch der 2011 gestorbenen amerikanischen Schauspielerin Elizabeth Taylor probiert Harrington einige Tage lang aus – und ist angewidert von den Ergebnissen. Ein Stück trockener Toast mit Früchten zum Frühstück? „Das kann ich nicht ertragen.“ Schwertfisch zum Abendessen? „Schmeckt wie ein alter Schuh.“ Das Kochbuch des Star-Designers Karl Lagerfeld studiert Harrington ebenfalls und trinkt auf seinen Rat hin zahlreiche Dosen Cola Light pro Tag. „Ein paar Pfunde habe ich so verloren.“

          Die meisten Pfunde habe sie aber mit der Diät von Pop-Diva Beyoncé verloren, erzählt Harrington. „Aber da trinkt man ja auch nur eine spezielle Limonade.“ Am widerlichsten sei die Diät der 1962 gestorbenen Schauspielerin Marilyn Monroe gewesen. „Es gibt nichts ekelhafteres als rohe Eier in warmer Milch zum Frühstück, ein Steak und fünf rohe Möhren zum Abendessen und einen Eisbecher mit warmer Schokosauce zum Nachtisch. Ich habe mich widerlich gefühlt.“ Und die überraschendste Diät? „Die der Schauspielerin Gwyneth Paltrow. Für total gesundes Essen war es überraschend lecker.“

          Trotzdem zieht Harrington nach den 14 Diät-Experimenten ein ernüchterndes Fazit: „Empfehlen kann ich keine davon.“

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