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Der Moment … : … wenn man aus dem Urlaub nach Hause kommt

Endlich wieder daheim! Bild: Reuters

Oft fiebert man wochenlang auf den Urlaub hin – dabei folgt der schönste Moment am Ende: Wenn man endlich wieder daheim ist.

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          Wochen, wenn nicht gar Monate konnte man es kaum erwarten: Urlaub! Baden im Meer, Cocktails am Pool, Ruhe haben, braun werden, zwischendurch vielleicht noch eine Stadt erkunden – Hauptsache weg von zuhause. Ist man bei der Arbeit im Stress oder steckt in der überfüllten U-Bahn fest, klammert man sich in Gedanken an die rettende Reise. Irgendwann ist es endlich soweit, aber ehe man sich versieht, ist der Urlaub schon wieder vorbei. Die Rückreise ist kaum zu ertragen, in Gedanken ist man schon wieder bei der Arbeit, am heimischen Flughafen angekommen scheint es immer zu regnen und der Schlamm auf dem Kiesweg vor dem Haus blockiert die Rollen des Koffers.

          Julia Anton

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Doch dann folgt der schönste Moment des ganzen Urlaubs: Man ist wieder zuhause. Endlich. Schon auf den letzten Metern werden die Schritte ruhiger, die Hektik vom Flughafen ist wie weggeblasen. In der Wohnung riecht es gleichzeitig fremd und vertraut: fremd, weil ein bisschen mehr Staub in der Luft hängt als sonst, vertraut, weil die Duftkerze auch in Abwesenheit ihr Aroma verteilt hat.  

          Für einen kurzen Moment ist man ein Fremder im eigenen Leben: Alles ist wie immer, und trotzdem gibt es an dem Ort, den man vor Kurzem noch unbedingt verlassen wollte, plötzlich viel Herrliches zu entdecken. Wie schön ist eigentlich das Bild, das da im eigenen Wohnzimmer an der Wand hängt? Blüht der Kaktus etwa wieder? Und war das Bett schon immer so gemütlich? 

          Kein Shampoo mehr sparen

          Und wie man all die T-Shirts und Schuhe vermisst hat, die man nicht mit in den Urlaub nehmen konnte! Das Sofa! Die Bettdecke in der richtigen Größe und Dicke! Den weichen Badezimmerteppich unter den Füßen! In der Dusche muss man kein Shampoo mehr sparen in der Sorge, dass die Packung in Reisegröße vor Ende des Urlaubs leer ist, man kann wieder im Schlafanzug frühstücken und muss sich nicht dauernd schlecht fühlen, weil man die Landessprache des Urlaubsorts nicht spricht und niemanden versteht. Es ist, als wäre man wieder in eine gemütliche alte Haut geschlüpft, nur dass sie jetzt ein bisschen gebräunter ist als vorher.

          Einzig der Kühlschrank hält eine Enttäuschung bereit: Nichts drin außer einer Flasche Ketchup, einem Päckchen Butter und einer Marmelade, die inzwischen eine weiße Haube trägt. Kein Wunder eigentlich, schließlich hat man vor der Reise alles aufgebraucht. Trost findet sich zum Glück in der Vorratskammer: Dort steht noch eine Flasche Rotwein, und eine Packung Chips ist auch noch da. Bei Netflix warten drei neue Folgen der Lieblingsserie. Jackpot! Auf dem Sofa also ein Prost auf den schönsten Ort der Welt: Das eigene Zuhause.

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