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Kind, oder kein Kind : Der Kinderwunsch war bei mir eine ganz natürliche Triebfeder

  • Aktualisiert am

Als fünffache Mutter frage ich: Wünschen Sie sich denn so gar nicht ein Kind? Lassen Sie sich doch nicht einreden, was Sie tun müssen, um sich und den anderen zu zeigen, wer Sie sind!

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          Liebe Johanna, darf ich Sie so nennen, stellvertretend für all die anderen jungen Frauen? Nachdem ich Ihren Artikel gelesen habe, fühlte ich mich zurückversetzt in meine aktive Zeit als Englischlehrerin an einem beruflichen Schulzentrum, wo meine Schüler/innen ziemlich bald wussten, dass ich fünffache Mutter bin. Wenn Sie mit Ihrer Frage als Schülerin vor mir gesessen hätten, hätte ich Sie gefragt: „Sie überlegen sich allen Ernstes, ob Sie ein Kind bekommen möchten? Oder sollten? Und was der beste Zeitpunkt ist? Meine Güte, die Frage kann ich nur mit einer Gegenfrage beantworten: Wünschen Sie sich denn so gar nicht ein Kind?“

          Für mich war klar, ich wollte auf jeden Fall Kinder, aber erst nach dem Studium, wegen der finanziellen Absicherung. Der Kinderwunsch war bei mir eine ganz natürliche Triebfeder. Die Bedenken, die Sie anführen, wecken bei mir die Frage, ob Sie so etwas wohl gar nicht kennen? Kinder zu bekommen scheint heute genauso auf dem Wunschzettel zu stehen, wie ein Haus zu bauen, ein schönes Auto zu fahren, Geld zu haben, um ein Kinderzimmer einzurichten. Und dann erst kommt der Bewohner dieses Kinderzimmers an die Reihe.

          Lassen Sie sich nicht einreden, dass Sie „Karriere“ machen müssen, um sich und anderen zu zeigen, wer Sie sind! Denn tief im Inneren sind Sie unzufrieden mit sich und der Welt. Sie sehnen sich nach dem Sinn von all Ihrer Arbeit, die Sie für wen erledigen? Könnte Karriere nicht auch etwas anderes bedeuten? Könnte es nicht etwas sein, das nur Sie für sich selbst kennen und leben?

          Angelica Schneider

          Sasbach

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