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Schauspieler Stephen Dorff : „Los Angeles ist ohne Frage die Stadt meines Lebens“

  • -Aktualisiert am

Wieder Detektiv, aber etwas anders: Stephen Dorff in der Serie „Deputy“ Bild: Picture-Alliance

Nach „True Detective“ spielt Stephen Dorff in „Deputy“ wieder einen Polizisten. Was die Rollen unterscheidet und auf welchen Auftritt in einem Musikvideo er heute noch häufig angesprochen wird, erzählt er im Interview.

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          Stephen Dorff begann seine Filmkarriere bereits als Teenager in den späten achtziger Jahren mit Gastrollen in Sitcoms wie „Roseanne“ oder „Eine schrecklich nette Familie“. Später startete er mit „Im Glanz der Sonne“ oder „Backbeat“ auch im Kino durch. Für Mainstream-Erfolge wie „Blade“ oder „Cold Creek Manor“ stand der Sohn des Grammy-nominierten Komponisten Steve Dorff ebenso vor der Kamera wie für billige Actionfilme, die direkt auf DVD erschienen. Und auch mit renommierten FilmemacherInnen wie Sofia Coppola, John Waters, Michael Mann oder Oliver Stone arbeitete er zusammen. Nach einer Hauptrolle in der dritten Staffel von „True Detective“ kehrt der 46 Jahre alte Schauspieler nun auf den Bildschirm zurück: Ab dem 1. April ist er jeden Mittwoch in der Serie „Deputy“ zu sehen (auf dem Sender „13th Street“). Wir erwischten Dorff aus diesem Anlass vor einigen Tagen in Los Angeles am Telefon.

          Mr. Dorff, schön dass Sie Zeit für ein Telefonat mit uns haben...

          Gern geschehen. Schräge Zeiten, nicht wahr? Ich lerne gerade ganz neue Seiten am zuhause sein kennen. Normalerweise bin ich ja so viel unterwegs, dass ich mich hier gar nicht so oft aufhalte.

          Anlass für unser Gespräch ist ja Ihre neue Serie „Deputy“, die nun auch in Deutschland zu sehen ist. Sie spielen darin einen Polizisten, der unerwartet zum Leiter des Sheriff’s Departments von Los Angeles wird. Ziehen Sie in einem solchen Fall Parallelen zu anderen Gesetzeshütern, die Sie in Ihrer langen Karriere schon gespielt haben?

          Na ja, jede Figur ist anders, das gilt auch für Cops. Und dieser Bill Hollister ist ein ganz besonderes Exemplar. Gleichzeitig gibt es sicherlich durchaus Gemeinsamkeiten zwischen Polizisten aller Art. Denn sie sind dazu bereit, im Job Tag für Tag ihr Leben zu riskieren, für Menschen, die sie gar nicht kennen. Genau wie ja auch Feuerwehrmänner. Um diesem Code zu folgen, der ja durchaus etwas Heldenhaftes hat, muss man schon ein bestimmter Typ sein, denke ich.

          Lernen Sie zur Vorbereitung auf eine Rolle Menschen in diesem Beruf kennen?

          Ja, klar, für „Deputy“ haben wir mit dem Sheriff’s Department zusammengearbeitet. Es gab da einen tollen Sergeant, der mir mit seinem Team tiefe Einblicke in den Job gewährt hat. So etwas ist mir immer sehr wichtig, denn als Schauspieler will ich jede Figur so authentisch wie möglich spielen. Selbst wenn es um eine Rolle in einer Serie wie dieser geht.

          Was meinen Sie damit?

          „Deputy“ ist eine so genannte Network-Serie, sprich: sie läuft in den Vereinigten Staaten nicht im Kabel- oder gar Bezahlfernsehen, sondern auf einem der großen vier überall und frei empfangbaren Sender. Da ist man immer recht eingeschränkt darin, was man sagen und zeigen darf. Gemessen daran ist Bill Hollister eigentlich fast schon eine ungewöhnliche Figur, denn er ist ziemlich geradeheraus und macht sein eigenes Ding.

          Waren Sie zunächst unsicher, ob eine solche Serie, die zwangsläufig auf das größtmögliche Publikum zugeschnitten ist, das richtige für Sie ist?

          Das können Sie laut sagen. Vor allem, weil ich direkt vorher eine Hauptrolle in der dritten Staffel „True Detective“ spielte, die beim Pay-TV-Sender HBO lief, wo einem alle erdenklichen künstlerischen Freiheiten gewährt werden. Aber je mehr ich „Deputy“ mit anderen Angeboten verglich, die bei mir eintrudelten, desto mehr musste ich feststellen, dass dieser Protagonist in seiner Aufrichtigkeit und Bescheidenheit eben spannender war als alle anderen. Auch das Kabelfernsehen hatte nichts Vergleichbares zu bieten.

          Würden Sie „True Detective“ immer noch als die vielleicht beste berufliche Erfahrung Ihrer Karriere bezeichnen?

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