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Umgang mit Krisen : Das Gefühl des Jahres? Überforderung

2022 folgte Krise auf Krise – und viele Menschen fühlen sich erschlagen. Bild: Edmon de Haro, F.A.Z.

Geht es Ihnen auch so? 2022 folgte Krise auf Krise, die Deutschen sind so stark belastet wie lange nicht. Man kann diese Erschöpfung nicht wegreden – aber man muss auch nicht an ihr verzweifeln.

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          „Und, wie geht’s?“ In einem Jahr, in dem eine Krise die nächste jagt, ist die unverbindliche Standardantwort auf diese Fragefloskel selten geworden. Von wegen: „Danke, gut!“ Wem geht es schon noch gut? „Die Lage ist halt wie sie ist“, heißt es im Bekanntenkreis. Oder: „Im Moment ist es wirklich viel.“

          Julia Schaaf
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Lucia Schmidt
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Als im Februar der Angriff auf die Ukraine begann und damit ein Krieg in Europa, wie ihn kaum jemand mehr für möglich gehalten hätte, traf die Erschütterung auch in Deutschland eine gebeutelte Bevölkerung. Zwei Jahre Pandemie hatten den Menschen das genommen, was sie im Innern ausmacht: Miteinander, Freiheit, Berührung. Dazu – jedenfalls über weite Strecken – Struktur, Ordnung, den gewohnten Alltag. Das Bedürfnis nach Normalität war groß. Stattdessen: Bomben auf die Ukraine.

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