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Clubs nach der Pandemie : Flirten läuft so jedenfalls nicht

  • -Aktualisiert am

Den Kopf auf „Reset“: Anne, Josephine, René und Clara (von links) unterstützen die Clubszene, aber ans Tanzen müssen sie sich erst wieder gewöhnen. Bild: Lucas Wahl

Eine ganze Generation hat seit mehr als einem Jahr aufs Feiern verzichtet. Nun geht es wieder los – aber wird alles wieder so, wie es mal war? Vier junge Menschen berichten darüber, wie sie die Clubszene unterstützen.

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          Sie will weiterhin ins Männerklo, für den guten Zweck. Denn die besten Bilder, sagt Phine, macht sie nun mal dort, wo es besonders dreckig ist. Seit dem Lockdown sucht die Fotografin auf Toiletten verwaister Clubs nach Spuren des Le­bens vor Corona: nach Graffitis und Sprüchen und Rissen in den Wänden, die daran erinnern, wie alles mal war. Wie nebenan getanzt wurde; der Bass so laut, dass es in den Ohren klingelt. Ihre Bilder werden verkauft, an Engagierte und Melancho­liker, und der ganze Erlös geht an die Clubs. Mit „Kunst fürs Klo“, wie sie sich nennen, will eine Gruppe junger Menschen die Clubkultur am Leben erhalten.

          Denn auch, wenn sich die Clubs in Hamburg dank 2-G nun wieder füllen, ist noch immer alles in der Schwebe, alles in einem Zustand zwischen Abwarten und Aufbruch. Denn das Leben selbst ist gerade in diesem Zwischendrin: Das von Phine und den anderen aus dem „Klo“- Projekt, die an diesem Abend auf einer Couch in der Hamburger Neustadt sitzen. Teppich unter ihren Füßen, ein Glas Wasser oder Schorle in der Hand. Sie alle gehören zur Generation Y: vier Menschen zwischen Anfang 20 und Ende 30; in dem Alter, in dem manche sesshaft werden und andere merken, dass sie das niemals sein möchten.

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