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Für Bewegungsfaule : 11 Gründe gegen das Radeln

  • -Aktualisiert am

8. Der viele Autoverkehr in der Stadt schreckt mich ab.

Es ist richtig, viele der wirklich schweren Unfälle für Fahrradfahrer passieren, weil ein Auto den Radler übersehen oder angefahren hat. Deshalb ist auch auf kurzen Strecken mit geringem Tempo in der Stadt das Tragen eines Helms lebenswichtig. Damit die Strecke zum Einkaufen, zu Freunden oder zum Friseur schön und nicht stressig wird, sollte man sich vorher zum Beispiel im Internet über alternative Routen durch Parks, Felder oder entlang des Flusses informieren. Oftmals gibt es zum selben Ziel verschiedene Strecken, die man als Autofahrer gar nicht im Blick hat. Mediziner raten übrigens, wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte nach Möglichkeit immer ein Handy dabei haben, damit man im Fall eines Sturzes jemanden zur Hilfe rufen kann. Außerdem schadet ein kleiner „Notfallkoffer“ mit Desinfektionsspray, Pflaster oder Verband nie.

9. Ich kann gar nicht Rad fahren.

Diese Ausrede gilt nun wirklich nicht. In zahlreichen Städten gibt es Fahrradkurse für Erwachsene. Sie werden von Radsportclubs, Sportvereinen und Radfahrverbänden angeboten. Wer es lernen will, findet dort sicher Unterstützung.

10. Mein Knie schmerzt.

Prinzipiell ist das - vor allem nach Absprache mit einem Arzt - kein Hinderungsgrund. Orthopäde Hake weiß, dass Patienten mit Arthrose Radfahren oft als angenehm empfinden. Die Gelenke in Hüfte, Knie und Fuß werden bei wenig Belastung während des Tretens gut durchblutet. Dadurch wird das Gelenk schmerzfreier und geschmeidiger. Wer außerdem in kleinen Gängen tritt - also schneller, aber dafür leichter -, schont das Knie. Wichtig aber sei, so Hake, sich beim Sport immer schmerzfrei zu bewegen.

Der einzigen Gruppe Patienten, der Professor Löllgen rät, neben dem Fahrradfahren in jedem Fall noch ausgiebig spazieren zu gehen, sind Frauen, die unter Osteoporose, also unter porösen Knochen, leiden. Da Knochen für ihre Funktion eine gewisse Körperbelastung brauchen.

11. Nach dem Fahrradfahren schmerzen die Handgelenke, der Nacken und der Rücken – das nimmt mir die Lust am Training.

Solche Wehwehchen liegen häufig an einer falschen Sitzposition, urteilen die Mediziner. Eine gesunde Sitzposition auf dem Fahrrad hängt natürlich vom Fahrradtyp ab, allgemein aber gilt: Der Sattel hat dann die richtige Höhe, wenn die Ferse mit fast durchgestrecktem Bein gerade noch plan auf dem Pedal aufsteht. Je geneigter der Oberkörper ist, umso anstrengender wird die Haltung für Arme, Hals und Wirbelsäule, da die oberen Extremitäten mehr Gewicht tragen müssen. Nach Möglichkeit sollte der Lenker verschiedene Griffpositionen zulassen und Fahrradhandschuhe getragen werden. Außerdem, raten Hake und Löllgen, sollten Fahrradfahrer, besonders die, die sehr sportlich unterwegs sind, nach dem Absteigen Dehnungsübungen machen. Ebenso ist einmal die Woche ein Ausgleichssport wie Gymnastik oder Walken von Vorteil. Von Liegefahrrädern für den Rücken raten Mediziner für Anfänger übrigens ab, da die niedrige Position im Straßenverkehr für Nichttrainierte gefährlich sein kann.

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