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Für Bewegungsfaule : 11 Gründe gegen das Radeln

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4. Ich will richtig fit werden, da reicht ein bisschen Stadtradeln nicht.

Doch, auch damit klappt es. Wer täglich 30 bis 40 Minuten ins Büro oder zu Alltagsterminen radelt, tut viel für seine Ausdauer - und braucht keine extra Zeit fürs Training. Entscheidend dabei ist: Man muss aus der Puste kommen. Dafür die Strecke gut wählen, vielleicht ein paar Kilometer mehr fahren, aber dafür auf abgelegeneren Wegen ohne viel Verkehr. Wer in der Firma nicht duschen kann, gestaltet den Hinweg eher gemütlich und packt Deo in die Tasche, gibt dann aber auf der Rückfahrt Gas - und hängt da vielleicht die paar Kilometer dran. Für Menschen, die sich bisher wenig bewegt haben, jetzt aber mit dem Fahrrad ihre Fitness über den Sommer steigern wollen, hat Harald Hake, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Klinikum Frankfurt Höchst, Tipps: Wer lange keinen Sport gemacht hat, sollte vor Beginn des Trainings eine sportmedizinische Untersuchung beim Hausarzt oder Internisten machen. Danach sollte man sich realistische Ziele im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten setzen. Im Laufe der Wochen erst die Strecke bei gleicher Geschwindigkeit verlängern, dann Hügel ins Programm aufnehmen und erst an dritter Stelle die Geschwindigkeit steigern.

5. Nach dem Radfahren schmerzt mir stundenlang der Po.

Klar, wer jetzt nach der Winterpause das erste Mal mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird seinen Po spüren. Ein Dauerzustand darf das aber nicht sein. Wer mindestens einmal pro Woche eine längere Strecke fährt, sollte keine Probleme mehr haben. Entscheidend für einen bequemen Sitz ist der Sattel. Sind beide Sitzknochen auf dem Sattel zu spüren, stimmt die Sattelbreite. Lange Zeit dominierten im Handel breitere Damen- und schmalere Herrensättel. Inzwischen gibt es überwiegend Unisex-Modelle. Gut so. Denn entscheidend ist der Abstand zwischen den Sitzbeinhöckern, also den Knochen am Po, die man beim Sitzen spürt. Dieser Abstand ist bei Frauen zwar oft größer als bei Männern, aber eben nicht immer. Den Abstand zwischen den Sitzknochen kann man bei guten Fahrradhändlern vermessen lassen. Generell gilt: Je aufrechter der Sitz, desto breiter sollte der Sattel sein.

6. Ich muss auf dem Weg zur Arbeit durch Wald und Wiesen fahren, dafür ist mein Rad nicht geeignet.

Was man für ein Fahrrad ausgeben will, ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber es gibt Fahrräder, die können alles: schick aussehen, auf Asphalt gut Tempo machen und verkehrssicher sein, sprich, Klingel, Bremsen und Lichter besitzen, gleichzeitig aber Abstecher auf Forstwege mitmachen. Ein urbanes Alltagsbike also, das auch beim Wochenendausflug mit der Familie bella figura macht. Stadtflitzer und Tourenrad in einem. Solche Räder sind in der Regel mit acht Gängen ausgestattet und kommen gern mit hochwertiger Ausstattung daher: gefederte Sattelstützen und dicke Reifen für Komfort auf ruppigem Untergrund, leistungsfähige Scheibenbremsen, schnurrende Riemen statt öliger Ketten sowie Ledersattel und -griffe für ansprechende Optik und Haptik. Für solche hochwertigen und leichten Räder zahlt man allerdings zwischen 1500 und 2000 Euro.

7. Meine Beine sind ausreichend trainiert, meine Fitness hat an anderer Stelle Defizite.

Fahrradfahren ist vor allem für das Herz-Kreislauf-System ein großer Gewinn. Auf lange Sicht regelmäßig gemacht, kann Radfahren vor Herzinfarkt, Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen schützen. Außerdem ist die Bewegung an der frischen Luft gut fürs Wohlbefinden, die Laune und das Immunsystem. Wer schon starke Beine hat, kann also mit dem Bike trotzdem noch einiges für sich tun.

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