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Stil-Fragebogen: Jasmin Wagner : „Ich bin ein analoges Mädchen“

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Jasmin Wagner: Die Schauspielerei macht sie glücklich, „auch wenn man als Popstar mehr Geld verdient.“ Bild: Picture-Alliance

Jasmin Wagner war in den neunziger Jahren ein Star unter dem Künstlernamen Blümchen. Seit einigen Jahren ist sie Schauspielerin – und sammelt schon mal Babynamen für die vier Kinder, die sie bekommen möchte.

          3 Min.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Ich liebe Abwechslung beim Essen. Deshalb ist das Frühstück jeden Tag anders. Muss es schnell gehen, tut’s eine Handvoll Nüsse. Wenn ich viel Zeit habe, habe ich ein wunderbares Rezept für die fluffigsten Pancakes.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Immer mehr im Internet, weil es bequemer und entspannter ist. Ich gehe nicht wirklich gerne Klamotten einkaufen, ich fühle mich da leicht überfordert. Mein großes Glück ist meine Freundin Sophie, die aus der Modebranche kommt. Sie steht mir mit Rat und Tat zur Seite.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Wenn ich einen schönen Pyjama finde, macht mich das glücklich. Ich sammle Pyjamas.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Das ist ein Erbstück meiner Mutter, eine Schlaghose, die sie einst getragen hat.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Es gibt Freunde von mir, die behaupten, dass alles, was ich in den Neunzigern als Blümchen auf der Bühne getragen habe, eine Modesünde war. Ich würde das nie behaupten. Das waren einfach die Klamotten, die man damals bei Shows trug. Mein Highlight war sicher die Kuhfell-Kunstrasen-Jacke mit Sonnenblumen drauf.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          Natürlich. Mit großer Leidenschaft. Meine zweitgrößte Klamottensammlung nach Pyjamas sind Jogginghosen. Zum Leidwesen meiner Mutter traue ich mich damit sogar manchmal auf die Straße. Sie befürchtet, dass ich nie eine Lady werde, wegen der Jogginghose.

          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Die Mutter aller Stil-Ikonen ist Coco Chanel. Stil hat ja viel mit Disziplin zu tun, einer Disziplin, vor der ich den Hut ziehe. Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht? Ich habe als Teenager T-Shirts gebatikt und Löcher in Hosen geschnitten und sie mit Stoff unternäht.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Ja. Meine Mutter hat das für mich schon besorgt, für den Fall, dass ich heirate.

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Die größte Freude mache ich mit meinem Schokoladenkuchen. Ich behaupte, dass ich den schokoladigsten Schokoladenkuchen der Welt kann.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          Ich lese lieber Bücher. Zeitungen und Magazine nur, wenn ich beim Arzt sitze oder reise. Und ich reise viel...

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          So gut wie keine. Ich bin ein ziemlich analoges Mädchen.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Ich habe viele Weihnachtskarten geschrieben. Und ich habe noch eine Brieffreundschaft aus Kindertagen.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Meine armen Kinder bedauere ich schon jetzt. Für Mädchen finde ich Ophelia und Eurydike schön. In meiner perfekten Zukunftsvision habe ich vier Kinder, und die haben auch alle schon einen Namen: Lux, Titus, Otus und die kleine Helena. Oder eben Eurydike.

          Ihr Lieblingsfilm?

          „Whatever works“ von Woody Allen, „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro, „The Game“ von Ridley Scott.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Ich fühle mich ohne Auto freier. In einer Stadt wie Hamburg habe ich durch die verschiedenen Car-Sharing- Angebote immer die Möglichkeit, ein Auto zu fahren, wenn es nötig ist.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Meistens nicht. Ich habe zwei schöne Uhren, die für mich aber eher wie Schmuckstücke sind.

          Tragen Sie Schmuck?

          Ich hüte meine kleinen Schätze. Aber ich trage sie meist nur zu größeren Anlässen.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Ich habe ein selbst kreiertes Parfum, das tatsächlich einen Hauch Jasmin hat und sonst wie frisch gewaschen riecht. Und es ist sehr dezent. Ich finde es unangenehm, wenn man Leute schon aus fünf Metern Entfernung riecht.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Meine größte Gabe ist die Neugierde. Und ich bin sehr begeisterungs- und anpassungsfähig.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Ich bin ungeduldig. Und es kostet mich Kraft, dass ich oft in Extremen funktioniere, entweder total überborde oder fast nicht aus der Haustür komme.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Ich bin hingerissen, wenn man was für mich kocht. Und ich freue mich, wenn man mich überrascht.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Ich frage gerne, wie der Tag war, da gibt es immer eine Reaktion. Und so hangele ich mich dann weiter.

          Sind Sie abergläubisch?

          Als Kind hatte ich viel Phantasie und dachte, mit den Ritualen, die ich mir so zurechtphantasiere, könnte ich die Welt retten. Heute bin ich da geläutert. Ich habe keinen festen Aberglauben. Ich bin da zu rational.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          Ich war im vergangenen Jahr in Neuseeland auf der Nordinsel unterwegs. Da gibt es so viel Unglaubliches zu entdecken.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Ich würde mich über Prag sehr freuen.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Rotwein. Wenn auch nicht jeden Abend.

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