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Erinnerungen in Comicform : „So fühlt es sich an, Kind zu sein“

Die ältere Schwester als Bezugsperson: Gekürzte Episode aus Anke Kuhls Erinnerungs-Buch, das mit dem renommierten Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung ausgezeichnet wurde. Bild: Anke Kuhl

Wie viel Drama, wie viel Witz erlebt ein Kind? Die Illustratorin Anke Kuhl hat ihre Erinnerungen zu einem Comic verarbeitet. Im Gespräch erklärt sie, wie Kinder empfinden – und warum sie Phantasie als Schutzraum nutzen.

          5 Min.

          Was ist schlimmer: als Kind erwischt zu werden, wenn man beim Gemüsehändler einen einzelnen Rosenkohl geklaut hat? Oder wenn die Oma das Seepferdchen-Abzeichen auf die falsche Stelle des Badeanzugs näht – ausgerechnet zwischen die Beine?

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ich habe beides als sehr dramatisch erlebt. Sonst würde ich mich wahrscheinlich nicht erinnern.

          In Ihrem Comic „Manno!“ finden sich so einige Katastrophen aus Ihrer Vergangenheit. Besteht ein Kinderleben aus lauter kleinen und großen Dramen?

          Nicht jedes Kinderleben ist gleich, aber üblicherweise ist es eine Mischung aus großen und kleinen Katastrophen, aber eben auch aus schönen Dingen und Unbeschwertheit. Das wollte ich mit dem Buch zeigen. Es gibt belastende Dinge, aber auch ganz banale und lustige. Oder so etwas wie Langeweile.

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