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Frauen im Weinberg : „Ich wollte anfangs nur weg von zu Hause“

„Aufsteiger-Winzerin“ und „Winzer-Entdeckung“ 2018: Carolin Bergdolt (links) und Carolin Weiler vor einer Woche bei der Gala im Ballsaal des Althoff Grandhotels Schloss Bensberg. Bild: Wonge Bergmann

Frauen im Weinberg – das ist heute gar nicht mehr so ungewöhnlich wie früher. Hier sprechen die Winzerinnen Carolin Bergdolt und Carolin Weiler über Sachverstand, Lob, Spontangärung und einen Rosé namens „Carolin“.

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          Frau Bergdolt, wie fühlt es sich an, als erste Frau das Weingut Ihrer Familie zu führen?

          Katrin Hummel

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das war ein Prozess. Wir sind zu Hause zwei Schwestern, ich bin die ältere. Und als ich nach der Schule gesagt habe: „Ich studiere Weinbau in Geisenheim“, da hat mein Vater so den Gedanken durchblicken lassen: Da wirst du dann schon den passenden Winzer finden, den du heiraten kannst und der dann unseren Betrieb übernehmen kann. Weil ja nur ein Mann einen Weinbaubetrieb führen kann (lacht). Und es ist schon so, dass ich als Frau von der älteren Generation am Anfang nicht so ganz ernst genommen wurde, was die landwirtschaftlichen Dinge angeht. Ich glaube, wenn es einen männlichen Nachfolger gegeben hätte, wäre das schon einfacher gewesen. Mittlerweile fühlt es sich gut für mich an, aber das war ein langer Weg.

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