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Deutscher Farmer in Uganda : Die Welt als Vanille und Vorstellung

Die Preise sprechen für sein Projekt: Clemens Fehr am Nil Bild: Thilo Thielke

In Uganda baut ein Deutscher Vanille an. Er könnte Erfolg haben: Nie war das exotische Gewürz so kostbar wie heute – denn die „Königin der Gewürze“ ist launisch.

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          Gold hatte Itzcóatl wahrlich im Überfluss. Seine Untertanen schleppten so viel von dem funkelnden Metall ans Tageslicht, dass am Hofe von goldenen Löffeln gegessen und aus goldenen Kelchen getrunken wurde und die adligen Herrschaften damit ihre Baumwoll- und Federkleider behängten. Mit dem, was ihm jedoch wirklich wichtig war, ließ sich der Herrscher über das Aztekenreich von den unterworfenen Totonaken bezahlen.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Sie mussten einen Teil des Tributs in Vanille entrichten, dem Gewürz, das die Urmexikaner cacixanatl, „tiefgründige Blume“, nannten. Auf die Herstellung besaßen die Totonaken seinerzeit ein Monopol. Mit Vanille und Chili rundeten die Könige gerne ihren Kakao ab; einer von Itzcóatls Nachfolgern, Montezuma II., soll täglich nicht weniger als 50Tassen von der Mixtur zu sich genommen haben. Erst gegen 1810 fanden Vanille-Stecklinge ihren Weg nach Europa – und bald darauf an Bord holländischer Schiffe nach Java und mit französischen Schiffen auf die Île Bourbon, das heutige französische Übersee-Department La Réunion vor der Küste Afrikas.

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