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Weinhändler im Gespräch : „Für Rotwein bestelle ich immer einen Eiskühler“

Auch ein Rotwein kann zu warm werden: Weinhändler Heiner Lobenberg verrät, welche Temperatur ein Rotwein maximal haben sollte. (Symbolfoto) Bild: dpa

Mit einem Wein aus dem Tetrapak fing es an, heute bietet der Bremer Weinhändler Heiner Lobenberg über 5000 Weine an. Im Interview spricht er über Stehvermögen bei Proben und darüber, wie viel ein guter Wein kosten sollte.

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          Herr Lobenberg, können Sie sich an den ersten Wein erinnern, den Sie je getrunken haben?

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das war ein Vin de Pays de l'Hérault, ein Landwein aus Südfrankreich. Als ich anfing zu studieren, gab es den im Tetrapak bei Aldi. Ich komme aus einer Bier- und Schnapsregion, aus Lingen an der Ems – da trank man keinen Wein. Damit habe ich erst als Student angefangen, aber auf sehr niedrigem Niveau. Der Umschwung kam, als mir meine vier WG-Mitbewohner zum Geburtstag eine Flasche Beaujolais geschenkt haben. Keinen Primeur, sondern schon einen Cru, ich glaube einen Fleurie. Der kostete damals zehn Mark, das war für mich richtig viel Geld. Als ich den getrunken habe, war das für mich quasi eine Grenzerfahrung. Da habe ich gedacht: „Irre, was es nicht alles gibt!“ Und war ein für alle Mal angefixt.

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