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Weihnachtsstollen im Test : Was Stollen sollen

  • -Aktualisiert am

Bild: Jürgen Dollase

Zur Weihnachtszeit sind sie wieder in aller Munde: die Christstollen. Doch die richtige Balance zwischen Rosinen, Zucker und den anderen Zutaten zu finden ist schwierig – wie unser großer Stollen-Test beweist.

          Ein Stollen ist die Essenz des Weihnachtsfestes: Man bekommt ihn quasi nur zu diesem Anlass, er ist außen weiß wie Schnee und innen eine Wundertüte voll weihnachtlicher Aromen, die unsere Erinnerungen anschalten. Aber der Schein trügt bisweilen, manchmal gibt es kaum mehr als viel Puderzucker und Rosinen.

          Dass ein richtig guter Stollen nicht einfach herzustellen ist, zeigen schon die vielen Zutaten. Es kommt darauf an, Zucker, Rosinen, Mandeln, Zitronat, Vanille, Muskat, oft auch Zitronen- und Orangenschalen, Orangeat, Rum und Kirschwasser in eine perfekte Balance zu bekommen. Der berühmte Dresdner Stollen ist übrigens zwar seit 1997 eine geschützte Herkunftsbezeichnung, die Details bleiben aber das Geheimnis der Bäcker. Eine Norm für den Rest der Welt gibt es nicht.

          Wir finden etwa Marzipanstollen, Butter- und Mandelstollen, Dinkelstollen, Champagnerstollen und wahre Kunstwerke von Patissiers und Köchen, die eine üppig-sinnliche Aromenflut in ihm unterbringen. Die Spannweite ist so groß, dass wir für unseren Test zweigleisig gedacht haben. Einerseits orientiert an dem weitverbreiteten traditionellen Dresdner Vorbild, das leider auch immer in schwachen Fassungen und zu Preisen im Angebot ist, die angesichts der Zutaten kaum möglich scheinen.

          Auf der anderen Seite die komplexen Kreationen von Leuten, die sich von der Grundidee inspirieren lassen, sich dann aber größere Freiheiten nehmen. Auf beiden Seiten erkennt man manchmal nicht sofort, dass es sich um einen „typischen“ Stollen handelt: Manche schmecken wie ein simpler Rosinenkuchen, manche wie direkt aus dem Schlaraffenland.

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