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Katrin kocht Risi e Bisi : Italienisch, einfach, köstlich

Risi e Bisi ist etwas völlig anderes als Reis mit Erbsen. Bild: Wonge Bergmann

Unsere Kolumnistin hat sich wie eine Blinde gefühlt, die Sehen lernte, als sie dieses Gericht das erste Mal gekocht hat. Direkt aus der italienischen Küche: Risi e Bisi.

          1 Min.

          Als ich ein Kind war, kochte meine Mutter gerne etwas für mich, das sie „Risibisi“ nannte. Manchmal mischte sie Würstchen unter, mir schmeckte es immer. Dann heiratete vor 20 Jahren eine Freundin von mir einen Italiener und empfahl mir das Kochbuch „Aus Italiens Küchen“ von Marianne Kaltenbach und Virginia Cerabolini. Als ich darin dieses Rezept entdeckte, fühlte ich mich wie eine Blinde, die sehen lernt. Auf einmal wurde mir klar, dass Reis mit Erbsen – das „Risibisi“ meiner Mutter – etwas völlig anderes ist als der italienische (streng genommen venezianische) Risotto-Klassiker Risi e Bisi (bisi = piselli = Erbsen). Dieses hier ist in 30 Minuten fertig, wenn man TK-Erbsen nimmt, und ich hacke immer zuerst den Parmesan in der Küchenmaschine und dann in einer zweiten Fuhre Petersilie, Speck und Frühlingszwiebeln.

          Katrin Hummel
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aber zurück auf Anfang, so geht es:

          Frische Erbsen enthülsen und waschen. Petersilie fein hacken. Fleischbrühe erhitzen. Speck zusammen mit Frühlingszwiebeln und Petersilie im Öl und der Hälfte der Butter anziehen lassen. Nach einigen Minuten die (gefrorenen oder frischen) Erbsen beifügen und mit wenig Fleischbrühe dünsten, bis sie auf die Hälfte zusammengefallen sind. Fast die ganze heiße Fleischbrühe zu den Erbsen gießen. Sobald sie wieder aufkocht, den Reis zugeben und unter häufigem Umrühren kochen. Kurz bevor der Reis gar ist, etwas Salz dazugeben und ganz am Schluss die restliche Butter und die Hälfte des Parmesans daruntermischen. Mit Pfeffer und geriebenem Käse servieren.

          Der Reis muss beim Servieren noch nass sein, fast wie eine Reissuppe mit Gemüse oder eine sehr dicke Minestrone. Deshalb die verbliebene, immer noch sehr heiße Brühe wirklich erst gegen Ende der Kochzeit hinzugeben.

          Für 4 Personen:

          • 1 kg frische Erbsen (mit Schoten) oder 400–450 g Erbsen (TK)
          • 1 Bund Petersilie, gehackt
          • 1,25 l Hühner- oder Rinderfond aus dem Glas
          • 60 g durchwachsener Speck, gehackt
          • 2–3 Frühlingszwiebeln, gehackt
          • 2–3 EL Olivenöl
          • 60 g Butter
          • 250 g Risottoreis
          • 60 g Parmesan, gerieben
          • Salz, Pfeffer

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