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„La Scuderia“ in Frankfurt : Unterschätzte Klassiker

  • -Aktualisiert am

„La Scuderia“ in Frankfurt Bild: Jürgen Dollase

Restaurants wie „La Scuderia“ in Frankfurt füllen eine große Lücke. Der Edelitaliener setzt auf zeitlose Qualität und ist damit für die Restaurantkultur der Main-Metropole unverzichtbar. Die Kolumne „Hier spricht der Gast“.

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          Es gibt einen Typus von Restaurants, die fast eine kulina­rische Parallelwelt bilden. Sie finden sich vorwiegend in größeren Städten und sind nicht selten Treffpunkt für Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Typisch für ihren Stil ist eine makellose Tischkultur; vor allem aber ist man hier diskret. Wer an „La Scuderia“ vorbeiläuft, wird kaum ahnen, dass sich hinter dem wenig pompösen Eingang ein er­staunlich großes und elegantes Restaurant verbirgt. Die Speisekarte vor dem Haus dient einer allgemeinen Orientierung; drinnen wird man von dem sehr selbstverständlich wirkenden Service dann über das Angebot nur noch mündlich informiert.

          Und dieses klingt eher klassisch. Der Gast beginnt mit einem Thunfischtatar (27 Euro), das als recht große Portion serviert wird. Dazu kommen ein Filet von einer Blutorange, krosse Kartoffelfäden, eine getrocknete Orangenscheibe, ein Dillzweig und etwas Jus. Diese Elemente bringen Textur- und Aromenspiel, insgesamt aber dominiert das kräftig gewürzte Tatar und damit der Eindruck von Produkt­nähe. Auch die zweite Vorspeise, der Pulposalat (25,50 Euro), macht diesen Eindruck; es gibt keinerlei Versuche, die Produkte so stark zu behandeln, dass sie zu etwas anderem werden. Die Pulpostücke sind zart, dazu kommen Kartoffeln, Kirschtomaten, Orangenspalten und Grünspargel mit wenig Vinaigrette oder Sauce.

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