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Sterneküche zum Liefern : Bodenständig, fein, aber nicht staunenswert

  • -Aktualisiert am

Der deutsche Sternekoch Max Strohe war im März 2020 Teil der Aktion „Kochen für Helden“. Bild: Reuters

Der Berliner Kreativkoch Max Strohe bietet seine italienischen Lieblingsgerichte zum Liefern an. Mit wenigen Handgriffen und ein bisschen Phantasie wird die heimische Küche zum Sternerestaurant „Tulus Lotrek“.

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          Ilona Scholl und Max Strohe vom Berliner Sternerestaurant „Tulus Lotrek“ sind so etwas wie Legenden der frühen Corona-Zeiten im vergangenen Jahr. Als sie plötzlich schließen mussten, fiel ihnen ein, dass sie ihre noch vorhandenen Vorräte ja nutzen könnten, um den vielen Helfern aus dem Gesundheitswesen oder von der Feuerwehr, die kaum noch Zeit zum Essen hatten – all jene, die man im amerikanischen Englisch die first responders nennt –, etwas Gutes zu tun. Es entstand Mitte März „Kochen für Helden“, eine Aktion, die nach einem Monat schon über einhundert Nachahmer im ganzen Bundesgebiet gefunden hatte. Heute stecken die beiden Gastronomen – wie weite Teile der Branche – mitten in einer Megakrise, versuchen sich aber erfolgreich mit Liefer- und Versandservice über Wasser zu halten. Da ist fast ein neues Genre des Genusses entstanden.

          Dass es so etwas mit bundesweitem Versand vor allem in Berlin häufiger gibt, hat übrigens sicherlich damit zu tun, dass hier viel Kundschaft wohnt und man also am eigenen Standort schon gut zu tun hat. Anders als viele Kollegen bietet Strohe im Moment nicht seine „Tulus Lotrek“-Küche im engeren Sinn an, sondern ein Menü namens „Little Italy“ (86 Euro pro Person) mit – so die Website – „Max Strohes italienischen Lieblingsgerichten“. Das sollte man wissen, bevor man bestellt.

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