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Junge bayerische Küche : Mit Xanthan und Lederhosen in der Küche

  • -Aktualisiert am

Mehr als nur Haxn: Sauerbraten-Burger von Michael Seitz Bild: Port Culinaire

Zur Küche Bayerns gibt es viele Klischees, doch wie sieht die junge bayerische Küche aus? Ein neues Kochbuch erforscht das.

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          Eigentlich braucht bayerische Küche keine Verjüngung. Ist sie doch ein zeitloser Klassiker, der überall auf der Welt Kultstatus genießt (man denke nur an die Hofbräuhäuser in Brasilien, Dubai oder China) und hält, was sie verspricht: Kräftige, fleischige Speisen, wie Surhaxen oder Spanferkel und dazu gutes Bier in Maßkrügen. Wer das Buch „Die junge bayerische Küche“ von Herausgeber Thomas Ruhl aufschlägt, merkt allerdings schnell: So statisch und immer schon dagewesen, wie sie auf den ersten Blick scheint, war die bayerische Küche nie.

          Stattdessen ist sie schon immer vielen verschiedenen Einflüssen aus aller Welt ausgesetzt gewesen. Der Camembert aus Frankreich ist beispielsweise fester Bestandteil von Obazda, die bayerischen Knödel kommen ursprünglich aus Böhmen und die Kartoffel ist ja bekanntermaßen aus Südamerika zugewandert. Manch andere bayerische Spezialität gibt es noch gar nicht so lange; die Weißwurst etwa ist erst 1857 erfunden worden. Der süße Senf, der dazu gehört, gerade mal drei Jahre zuvor. Die Verjüngung scheint in der bayerischen Küche also fast von selbst zu kommen.

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