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Trüffel aus Südbaden : Der Schatz im Weinberg

  • -Aktualisiert am

Heinrich Gretzmeier hält frische Trüffel in der Hand. Bild: Philipp von Ditfurth

Ein Winzerpaar aus Südbaden verfolgt mit Energie und Ehrgeiz einen Traum: edle Trüffel in Deutschland zu züchten – ein Pioniervorhaben auf heimischem Boden.

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          Heinrich Gretzmeier hat vor Jahren Haselsträucher gepflanzt, aber jetzt hat er keine Zeit mehr, die Nüsse zu ernten. Dabei pflegt er die Pflanzen immer noch sorgfältig. Alle paar Tage setzt er sich in seinen Kombi, fährt zu seinem Hain auf den Tuniberg, jätet das Unkraut, stutzt das Gras. Den Haseln soll es gutgehen, sie sind längst wertvoll. Aber nicht wegen der Nüsse, ihr Wert liegt tiefer. Einige Zentimeter unter der Oberfläche wachsen Burgundertrüffel.

          Trüffel aus Deutschland, das ist das Projekt, dem sich Gretzmeier verschrieben hat. Südbaden hält er für den perfekten Standort für sein Vorhaben. Der Tuniberg ist kein hoher Berg, er erhebt sich bloß gut hundert Meter über den Oberrheingraben. Dort liegt er, mitten im flachen Land westlich von Freiburg. Bei gutem Wetter sieht man von hier fast bis zur Schweiz, und wenn Gretzmeier Alemannisch spricht, hört man, dass es nicht weit sein kann. „Des isch mine Heimat“, sagt Gretzmeier, der hier jahrelang ein erfolgreiches Weingut und eine Obstbrennerei geführt hat. Beides hat er an einen seiner Söhne übergeben; jetzt will er zeigen, dass besonders edle Trüffel nicht vornehmlich aus Italien oder Frankreich kommen.

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