https://www.faz.net/-hs0-abg5t

Nachhaltig konsumieren : Sollten wir noch Thunfisch essen?

  • -Aktualisiert am

Nach Alaska-Seelachs und Lachs liegt der Thunfisch bei den Deutschen auf Platz drei der beliebtesten Speisefische. Bild: Patricia Kühfuss

Können wir den Umweltsiegeln auf den Fischverpackungen vertrauen? Und was bringt es, Fisch aus Aquakulturen zu kaufen? Unsere Autorin ist diesen Fragen nachgegangen.

          6 Min.

          Auch ich stehe in Pandemie-Zeiten, in denen Restaurants geschlossen sind, öfter mal am Herd. Heute Abend soll es Thunfisch im Pfeffermantel geben. Thunfisch, den ich ruhigen Gewissens essen kann, wohlgemerkt. Ich möchte nicht zur Überfischung der Weltmeere beitragen. In meinem Supermarkt um die Ecke finde ich Thunfisch allerdings nur auf Pizza und in Konservendosen: klassisch in Öl, im eigenen Saft und als Salat-Zubereitung mit Gemüse. Auch das Angebot an der Frischetheke ist nicht zufriedenstellend. Die Verkäuferin kann mir weder etwas über die Herkunft noch über die Art des ausgelegten Thunfischfilets sagen. Ich muss mein Abendessen wohl woanders kaufen.

          Nach Alaska-Seelachs und Lachs liegt der Thunfisch bei den Deutschen auf Platz drei der beliebtesten Speisefische. Doch Umweltschutzorganisationen warnen vor dem Aussterben mancher Arten. Vor allem während der Corona-Pandemie ist der Absatz von Thunfisch noch einmal angestiegen. Für das Jahr 2020 meldet die Europäische Marktbeobachtungsstelle für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse einen Import nach Deutschland von mehr als 110.000 Tonnen Thunfisch. Fast 27.000 Tonnen mehr als im Vorjahr. Im März 2020 wurde sogar fast dreimal mehr Thunfisch nach Deutschland importiert als im März 2019. Die Thunfischkonserve stand dabei ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Offenbar haben die Menschen während des ersten Lockdowns nicht nur Klopapier gehortet.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.

          G 7 in Cornwall : Brexit-Störgeräusche für Johnson

          Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.