„Fasten bekämpft die Alterung“
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Fasten soll gut für die Gesundheit sein. Aber macht es Spaß? Bild: Lucas Bäuml
Françoise Wilhelmi de Toledo leitet eine Fastenklinik. Im Interview spricht sie über die Vorteile des Intervallfastens, wie lange wir fasten sollten – und warum wir keine Angst vor dem Nahrungsentzug haben müssen.
Frau Wilhelmi de Toledo, lange wurde das Fasten nur als Verzicht auf Essen gesehen. Heute weiß man, dass es ein Neustart für den gesamten Körper ist. Was heißt das genau?
Wenn ein Mensch – oder ein Tier – keine Nahrung mehr zu sich nimmt, schalten sein Stoffwechsel und seine Genprogrammierung auf den Fastenmodus um. Es ist wie bei einem Hybridauto, das von Benzin- auf Stromzufuhr umschaltet, um die Versorgung des Motors mit Brennstoff zu sichern. Dieser „epigenetische Switch“ – einige Gensequenzen desaktivieren sich, andere aktivieren sich – bringt viele Gesundheitsvorteile: Veraltete und geschädigte Zellen werden repariert und entsorgt, das Entzündungsrisiko wird gesenkt, der Stoffwechsel steht vor einem Neustart. Nach dem Fasten, wenn die Nahrung langsam wieder eingeführt wird, verjüngt sich das Gewebe durch aktivierte Stammzellen und Proteinsynthese.
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