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Ernährung und Evolution : Wer kocht, wird klug

Ein weiter Weg, ein gutes Ende: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Kochen kann. Bild: Gisela Goppel

Seit Jahrmillionen gehen Ernährung und Evolution Hand in Hand. So hat erst gutes Essen unser Gehirn wachsen lassen. Doch jetzt scheint es wieder zu schrumpfen – und daran sind wir selbst schuld. Die Kolumne Geschmackssache.

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          Der Mensch mag die Krone der Schöpfung sein, ihr hellstes Licht ist er in Fragen von Leib und Magen allerdings nicht, im Gegenteil: Kein anderes Säugetier ernährt sich so unvernünftig wie der vermeintliche Homo sapiens, der am Tisch noch immer in der Höhle hockt und evolutionsbiologisch auf dem Stand seiner Steinzeitverwandtschaft ist.

          Jakob Strobel y Serra
          stellvertretender Leiter des Feuilletons.

          Deswegen verspüren wir – nicht anders als Einzeller oder Bakterien – unverändert einen unstillbaren Heißhunger auf alles, was dick macht, vor allem auf Zucker, der das Belohnungszentrum im Hirn aktiviert und uns im Glückshormon Dopamin baden lässt. Dass wir nicht mehr in freier Wildbahn leben und sich unsere Ernährung seit der Erfindung der Landwirtschaft während der Neolithischen Revolution vor zehntausend Jahren radikal verändert hat, dass wir nicht mehr Energie um jeden Preis brauchen und uns wegen unserer Kaloriengier heute mit Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht oder Depressionen herumschlagen müssen, hat unser Hirn noch immer nicht begriffen.

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