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High-Tech und Bio : Welche Landwirtschaft wir jetzt brauchen

Was bedeutet die Corona-Krise für die Zukunft der Ernährung? Bild: dpa

Die Krise hat gezeigt, wie verletzlich unsere Landwirtschaft ist. Die Produktion von Lebensmitteln muss ökologischer, regionaler, diverser werden. Wie schafft man das – ohne dass die Preise explodieren?

          11 Min.

          Leere Regale im Supermarkt. Gestresste Großeinkäufer, die keinen Reis mehr bekommen, weil die Herstellerländer ihn in der Krise für sich selbst bunkern. Lieferanten, die mit ihren Lastwagen nicht über die Grenzen kommen. Bauern in Panik, weil der Spargel kommt, aber kein osteuropäischer Erntehelfer. Dazu allerlei wilde Verschwörungstheorien, nach denen die Nahrungsmittelvorräte bald aufgebraucht sein würden: Die Corona-Krise war von Anfang an auch eine Lebensmittelkrise – und das nicht nur, weil das Virus vermutlich auf einem Wildfleischmarkt auf den Menschen übergesprungen ist.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Sie zeigte, wie abhängig die Essensversorgung von Importen, Transporten, Helfern aus dem Ausland ist und wie anfällig globale Lieferstrukturen sind; der Wahnsinn des Mehr und des Billiger, die miserable Behandlung der Nutztiere und die Einschränkung der Lebensräume der Wildtiere hätten mit zur größten weltweiten Krise seit Jahrzehnten geführt, hieß es. „Die Corona-Pandemie zeigt, wie verletzlich die arbeitsteilige Weltwirtschaft ist“, erklärte auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, und wie immer bei solchen Grundsatzdiskussionen ging es argumentativ wild durcheinander, und die Fetzen flogen, dass man kaum mehr wusste, wo sie eigentlich herkamen.

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