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Haribo sortiert jetzt vor : Sortenreine Bärchen

Schon gewusst? 2007 wurde das Erscheinungsbild der Gummibärchen verändert und den bunten Tierchen ein Lächeln ins Gesicht gesetzt. Bild: dpa

Das soll nicht nur Kinder froh machen: Ab sofort gibt es die Goldbären von Haribo auch nach Farben sortiert. Vorbei die Tage, an denen man seine Lieblingsgummibärchen mühsam aus der Tüte fischen muss – vorerst.

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          Egal ob auf dem Kindergeburtstag oder Jahre später zum Horrorfilm auf dem Sofa: Das Snackritual beim Gummibärchenessen bleibt zeitlebens gleich. Mit akribischer Sorgfalt werden die Gummibären erstmal nach Farben sortiert und je nach Vorlieben in einer bestimmten Reihenfolge vernascht. Die ungeliebte Sorte wird üblicherweise zuerst verputzt; es ist quasi ungeschriebenes Gesetz, sich die liebste Sorte für den Schluss aufzuheben. Der blinde Griff in die Tüte gilt in Liebhaberkreisen als Akt eines Seelenlosen – doch genau den will der Süßwarenhersteller seinen Fans künftig ermöglichen. 

          Johanna Christner
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Schon im Juli verkündete Haribo, der Konzern wolle nach Farben sortierte Gummibärchen anbieten. Jetzt ist es soweit: Mit kleinen 75-Gramm-Packungen sollen ab September Zeit und Nerven wählerischer Esser geschont werden. Und für diejenigen, denen das zu wenig ist, gibt es die sortierten Gummibärchen auch kiloweise online zu kaufen. Passionierte Gummibärchen-Esser sollten allerdings schnell ans Regal oder an den virtuellen Einkaufswagen treten, denn: das Angebot ist limitiert. Wie lange die sortenreinen Bärchen verfügbar sein werden, steht derzeit noch nicht fest. Goldbär-Fans müssen jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn sie sich das Sorten Fischen sparen wollen: Die sortierten Naschereien liegen im Kilopreis etwas über den gemischten. 

          Die Geschichte der Goldbären reicht frei nach dem Motto „Old but Gold“ Jahrzehnte zurück. Im Jahr 1922 schuf Hans Riegel in Bonn den Urvater der heutigen Gummibärchen. Inspiriert von dressierten Bären, die mit Schaustellern und Gauklern durch die Städte zogen, wurde das Tierchen aus Gummi arabicum zunächst unter dem Namen „Tanzbär“ verkauft. Bevor er im Jahr 1960 seine runde und beleibte Form von heute annahm, trat der Goldbär in seinen jungen Jahren noch wesentlich schlanker, fast schon hager, auf. Trotz der begrenzten Körpermasse soll schon Kaiser Wilhelm II. den Goldbären als das Beste, das die Republik hervorgebracht hat, angepriesen haben – ob der Kaiser wohl auch eine Lieblingssorte hatte?

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