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Österreichs beste Weißweine : Der Star vom Stein

  • -Aktualisiert am

Blick auf die Weinberge Österreichs Bild: dpa

Unser Kolumnist unternimmt einen Exkurs in die Geologie der Rebsorten, am Beispiel Österreichs. Er zeigt, wie Lage und Geschmack direkt zusammenhängen – und dass man Kalkböden herausschmecken kann. Die Kolumne Reiner Wein.

          2 Min.

          Das Geschmacksbild vom Grünen Veltliner, der Paraderebsorte unseres Nachbarlandes Österreich, wird im Wesentlichen von den Weinen der Donautals geprägt, insbesondere natürlich den Wachauern, aber auch den Weinen aus dem Krems- und Kamptal sowie vom Wagram. Der Grüne Veltliner mag gute, tiefe lieber als magere, steinige Böden, auf denen sich wiederum der Riesling wohlfühlt. Er steht daher oft am Hangfuß; darüber, in den steinigen, oft terrassierten Hängen, der Riesling.

          Auf den mächtigen Lössterrassen des Wagrams bringt der Grüne Veltliner üppige, fruchtbetonte Weine mit subtiler Mineralität hervor, ebenso in den von Löss geprägten, nach Osten geneigten Lagen des Kamptals, wo sich dieser eiszeitliche, kalkhaltige Gesteinsstaub einst abgelagert hat. Ganz anders – strenger, strukturierter, würziger – schmecken die Veltliner von Urgesteinsböden wie Schiefer, Gneis oder Granit, die gar nicht oder weniger mächtig von Löss überzogen sind. Hier kann der Veltliner geschmacklich dem Riesling näher kommen, und manchmal ist es nicht so einfach, beide Sorten geschmacklich zu unterscheiden beziehungsweise die Weine ihren Rebsorten zuzuordnen.

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