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Bei den Renovierungsarbeiten des ehemaligen Sommerpalastes der 1974 abgesetzten königlichen Familie Griechenlands haben Restauratoren hunderte wertvolle Weinflaschen und andere Spirituosen gefunden. Bild: dpa

Nahe Athen : Hunderte wertvolle Weinflaschen im ehemaligen Königspalast entdeckt

  • Aktualisiert am

Damit hatten die Restauratoren nicht gerechnet: Bei der Renovierung des ehemaligen Königspalastes in Griechenland sind hunderte wertvolle Weinflaschen aufgetaucht.

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          Bei der Renovierung des ehemaligen Sommerpalastes der 1974 abgesetzten königlichen Familie Griechenlands in Tatoi im Norden Athens haben Restauratoren Hunderte wertvolle Weinflaschen und Spirituosen aus dem In- und Ausland gefunden. Wie die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Sonntag mitteilte, sind es „Funde von großer historischer Bedeutung“. Es seien mehr als 4000 Flaschen entdeckt worden und die Suche dauere an, hieß es.

          Es handele sich unter anderem um eine Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung der britischen Königin Elizabeth II. am 6. Februar 1952 und um Weine der Herkunft Château Margaux, Château de Vincennes und Château Rothschild, die bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen. Der Sommerpalast von Tatoi und ein großer Wald drumherum werden zurzeit erschlossen, um als Museum und Ausflugsziel besuchbar zu werden.

          Diese Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung der britischen Königin Elizabeth II. am 6. Februar 1952 gehört zu den wertvollen Spirituosen, die bei Renovierungsarbeiten gefunden wurden.
          Diese Flasche Whisky aus der Zeit der Inthronisierung der britischen Königin Elizabeth II. am 6. Februar 1952 gehört zu den wertvollen Spirituosen, die bei Renovierungsarbeiten gefunden wurden. : Bild: dpa

          1974 wurde in Griechenland die Monarchie abgeschafft

          Das Verhältnis des griechischen Königshauses zum Volk war fast immer gestört. Das Ende kam, als sich der unerfahrene Konstantin II. nach seiner Inthronisierung 1964 schnell in Streitigkeiten mit der politischen Führung verwickelte. Er beging zudem einen fatalen Fehler: Am 21. April 1967 putschte in Griechenland eine Militärgruppe. Um - wie er immer wieder sagt - ein Blutvergießen abzuwenden, duldete der König die Putschisten. Er ließ sich mit ihnen fotografieren und billigte sogar per Unterschrift die Bildung einer Militärregierung. Viele Griechen haben ihm das nie verziehen.

          Nach der Wiederherstellung der Demokratie wurde die Monarchie in Griechenland im Dezember 1974 abgeschafft. Konstantin, heute 81 Jahre alt, wurde enteignet und erst nach einem Beschluss des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte aus dem Jahr 2000 entschädigt.

          In den vergangenen 15 Jahren hat sich das Verhältnis zwischen dem griechischen Staat und Konstantin schrittweise verbessert. Heute verbringt Konstantin, der eine Villa auf der Halbinsel Peloponnes besitzt, mehrere Monate des Jahres in der Heimat.

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