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Streit um ein Getränk : Hafermilch – das neue Normal?

Streit-Getränk: Hafermilch Bild: dpa

Kuhmilch oder Hafermilch? Über dieser Frage erhitzen sich die Gemüter, doch es geht dabei um mehr.

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          In einen Cappuccino gehört Milch. Normale Milch. Aber was ist schon normal? Viele ver­stehen schon die Frage nicht. Kuhmilch, natürlich. Doch nicht nur in trendigen großstädtischen Cafés kann es zuweilen vorkommen, dass die dortigen Kaffeespezialitäten ausnahmslos mit Hafermilch zubereitet werden.

          Das führt schon mal zu Streit, nicht nur, wenn ein Fernsehmoderator darüber twittert. Eine böse Be­vormundung, finden die einen. Ein richtiger Schritt, die anderen. Ja, an einer Kleinigkeit wie der Hafermilch scheiden sich die Geister. Aber ­warum eigentlich?

          Hafermilch steht, oberflächlich be­trachtet, für einen Lifestyle. Einen Lifestyle, in dem man sich ein gutes Gewissen erkaufen kann, mit Hafermilch, die drei Euro den Liter kostet (ein Liter Biovollmilch kostete 1,69 Euro im Supermarkt). Da hängt man in hippen Cafés im Frankfurter Westend herum, schlürft Hafermilchcappuccino, futtert Bananenbrot und tippt auf dem Laptop herum. Viel muss man gar nicht ändern, um hier dazuzuge­hören – nur das kleine Schlückchen Milch im Kaffee, um sich zu fühlen wie ein besserer oder zumindest öko­logisch bewusster Mensch. Darüber kann man sich ärgern. Doch größere Aufregung ist es eigentlich nicht wert.

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