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Top-Restaurants : Joan Roca nun „bester Koch der Welt“

  • -Aktualisiert am

Der beste Koch der Welt: der Spanier Joan Roca. Bild: dpa

Das britische „Restaurant Magazine“ hat den Spanier Joan Roca aus Girona zum neuen Spitzenreiter unter den Köchen gewählt. René Redzepi vom legendären „Noma“ in Kopenhagen fällt auf Platz zwei zurück. Ein deutscher Koch ist unter den besten zehn.

          Die elfte Ausgabe der vom britischen „Restaurant Magazine“ ermittelten Liste „The World’s Best 50 Restaurants“ hat einen neuen besten Koch der Welt gewählt. Nach drei Jahren an der Spitze der Liste liegt René Redzepi vom „Noma“ in Kopenhagen nur noch auf Platz zwei. Die neue Nummer eins ist der Spanier Joan Roca vom „El Celler de Can Roca“ in Girona. Der Neunundvierzigjährige kocht mit einer riesigen Mannschaft von Köchen virtuose Gerichte, die von der Molekularküche bis zur Klassik die ganze Spannbreite nutzen.

          Roca gilt als unumstritten, während Redzepi mit seiner extrem naturnahen „Neuen Skandinavischen Küche“ (oder „Nova-Regio-Küche“) immer Gegner hatte. Auf Platz drei (Vorjahr fünf) liegt nun der italienische Avantgardist Massimo Bottura von der „Osteria Francescana“ in Modena. Für die deutsche Spitzenküche birgt die am Dienstag veröffentlichte Liste eine positive Überraschung. Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach machte einen großen Sprung nach vorne, von Platz 23 auf Platz 10. Als Galionsfigur der Neuen Deutschen Schule hat er längst das Zeug zu einem solchen Spitzenplatz - nur war die internationale Wahrnehmung der deutschen Spitzenküche bisher zurückhaltend.

          Avantgarde und Moderne dominieren

          Auf den Plätzen vor Wissler liegt übrigens kein französischer Koch mehr. Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg kam auf Rang 30 (Vorjahr 22). Und in der erweiterten Liste für die Plätze 51 bis 100 liegt Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück auf Platz 62 (Vorjahr 72), Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn auf Platz 83 (Vorjahr 85) und Hans Haas vom Münchner „Tantris“ auf Platz 85 (Vorjahr 86). Die Liste wird weiter von Köchen dominiert, die der Avantgarde oder der Moderne nahestehen.

          Zu den auffälligsten Aufsteigern gehören Ben Shewry vom „Attica“ in Melbourne (21), die schwedischen Avantgardisten Frantzen/Lindeberg (12), Peter Goossens vom „Hof van Cleve“ in Kruishoutem/Belgien (25), „Astrid y Gastón“ aus Lima (14) und das „Pujol“ in Mexiko-Stadt (17). Abgestürzt sind die französischen Altmeister Pierre Gagnaire (von 17 auf 51) und Michel Bras (von 47 auf 69).

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