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Einwecken im Trend : Wie das Großmutterwissen Einzug in die Hipster-Küche hält

  • -Aktualisiert am

Innerhalb der Zero-Waste-Bewegung ist Einwecken sehr beliebt. Bild: plainpicture

Mixed Pickles, selbstgemachte Konfitüre, Kimchi: Jede Hipster-Küche, die etwas auf sich hält, folgt dem neuen Trend zum Einwecken.

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          Jemand, der statt einer Flasche Schnaps einen Rumtopf als Gastgeschenk mitbringt, hätte früher für Verwunderung gesorgt. Heute ist das cool, mehr noch: Gelegentlich trifft man sich allein aus diesem Grund. Bei Swap-Partys wechseln Gläser voller Kirschmarmeladen und selbstgedörrten Pflaumenchips den Besitzer. „Food-Prepping“, der englische Begriff für „Haltbarmachen“, liefert auf Instagram an die hunderttausend Ergebnisse. Discounter verkaufen Dörrautomaten, und das Weckglas ist zum Statussymbol einer jungen, urbanen Generation geworden, die sich auf Netflix Anti-Nestlé-Dokus ansieht und zur Entspannung Marmelade nach Großmutters Rezept einkocht.

          Seinen Namen verdankt dieses Glas der 1900 gegründeten Firma J. Weck & Co. Für ihre mit Gummiringen und Blechdeckeln verschlossenen Gläser griffen Johann Weck und Georg van Eyck auf ein Patent des Chemikers Rudolf Rempel zurück. Bereits 1907 fand das Verb „einwecken“ Eingang in den Duden. In Österreich und Süddeutschland spricht man auch von „einrexen“, was wiederum auf die 1908 gegründete Rex-Konservenglas-Gesellschaft zurückgeht, deren Patent später an J. Weck & Co. abgetreten wurde.

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