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Umfrage von Nestlé : Deutsche essen immer seltener gemeinsam

  • Aktualisiert am

39 Prozent frühstücken noch gemeinsam. Bild: dpa

Gemeinsame Familienessen haben für die meisten eine hohe Bedeutung – doch gerade unter der Woche wird immer seltener zusammen gegessen. Eine Studie macht zudem wachsende Unterschiede zwischen den sozialen Schichten aus.

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          Die Essgewohnheiten der Deutschen werden einer Studie zufolge diverser – und Wunsch und Wirklichkeit klaffen oftmals auseinander. So haben zwar für die allermeisten Menschen gemeinsame Mahlzeiten in der Familie eine hohe Bedeutung, doch gerade unter der Woche wird immer seltener zusammen gespeist, wie aus einer vom Lebensmittelkonzern Nestlé Deutschland in Auftrag gegebenen Umfrage hervorgeht.

          „Ernährung wird immer mehr an die individuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen angepasst“, sagte Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, zur Vorstellung der Studie „So is(s)t Deutschland 2019“ am Freitag in Frankfurt. „Dadurch lösen sich feste Gewohnheiten auf und die Ansprüche an die eigene Ernährung wie der Ernährungsalltag unterscheiden sich immer mehr.“ Die Meinungsforscher befragten 1636 Menschen zwischen 14 und 84 Jahren und verglichen die Ergebnisse mit ihrer Umfrage von 2009.

          Unter der Woche isst demnach nur noch jeder Zweite der Befragten sein Mittagessen in Gesellschaft, 39 Prozent frühstückten noch gemeinsam. Eine warme Mahlzeit stehe für 45 statt zuvor für 55 Prozent auf dem täglichen Speiseplan. Rund ein Drittel der Befragten esse nicht zu festen Zeiten, sondern wenn sie gerade Hunger oder Zeit haben. Zudem werde häufiger auswärts gegessen.

          Die Studienmacher sahen auch wachsende Unterschiede zwischen den sozialen Schichten: Für zwei von drei Befragten spiele eine gute Ernährung eine große oder sehr große Rolle (65 Prozent), ähnlich wie schon 2009. Es zeige sich jedoch eine zunehmende Polarisierung, denn der Wert sei in den hohen Schichten von 75 auf 81 Prozent gestiegen, in den schwächeren von 53 auf 49 Prozent gesunken.

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