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Hemsley + Hemsley im Gespräch : „Wir planen nie“

Die Hemsley-Schwestern. Bild: Hersteller/Jasmine und Melissa

Man muss sie zusammen erleben: Melissa und Jasmine Hemsley sind in ihrer Heimat Großbritanien als Hemsley + Hemsley bekannt geworden. Den Fragebogen haben – eine Premiere – beide beantwortet.

          Melissa und Jasmine Hemsley haben nicht nur in ihrer Heimat Großbritannien zu dem Trend beigetragen, sich gesund zu ernähren. Die Schwestern, die im Stil großer Küchenmeister mit ihren Nachnamen bekannt wurden, als Hemsley + Hemsley, haben ansonsten nicht viel zu tun mit der Haute Cuisine. Sie jagen lieber Zucchini durch den Spiralizer, reden über Nährstoffe und sehen bei der mühelosen Zubereitung auch noch unverschämt gut aus. Von Jasmine (38) ist in diesem Jahr „East by West: Einfach ayurvedisch kochen“ erschienen, von Melissa (33) „Eat Happy: Meine schnellen Wohlfühlrezepte“.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Was essen Sie zum Frühstück?

          Melissa: Ich brate mir morgens gerne etwas Buntes, Geschmackvolles: Eier, dazu Avocado und Koriander.

          Jasmine: Und Reste vom Vortag! Ein Mischmasch.

          Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

          Jasmine: Überall und nirgendwo. Eigentlich brauche ich nichts Neues, ich kaufe vor allem auf Reisen.

          Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

          Jasmine: In vielen Geschäften nicht. Auf einem Bauernmarkt aber schon.

          Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

          Jasmine: Ein Kleid, das einst ein Hausmantel im Besitz der königlichen Familie war, ist mehr als 100 Jahre alt. Erst bekam ihn ein Hausmädchen. Aus dem Mantel wurde dann ein Kleid, und so geriet das gute Stück in die Hände der Großtante meines Freundes. Aunt Joan hat es mir geschenkt.

          Was war Ihre größte Modesünde?

          Melissa: Eine leuchtende Trainingsjacke.

          Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

          Melissa: Ja, von Chinti and Parker.

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          Haben Sie Stil-Vorbilder?

          Melissa: Meine Freundinnen.

          Jasmine: Yasmin Sewell und Chloë Sevigny.

          Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

          Jasmine: Ich habe sogar Möbeldesign studiert. Einer meiner Entwürfe war ein Hocker zum Meditieren, und das war 1998, lange vor dem Yoga-Hype.

          Besitzen Sie ein komplettes Service?

          Melissa: Nein, das wäre mir noch zu erwachsen.

          Jasmine: Ich habe viel, aber das ist alles vom Flohmarkt und passt nicht zusammen.

          Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

          Melissa: Neulich erst, wir waren zu zwölft, darunter drei Kinder. In der Mitte standen ein Kichererbsen-Eintopf, Harissa, gebackener Feta-Käse mit Chili, ein warmer Quinoa-Salat, Hummus und Knoblauchjoghurt. Alle haben sich bedient, und alle hatten Spaß.

          Jasmine: Bei mir ist es der Avocado-Limetten-Käsekuchen. Als ich den 2011 meinen Freunden servierte, konnten die nicht fassen, wie gut der schmeckt.

          Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

          Jasmine: Gerne die Wochenendbeilagen der Zeitungen.

          Welche Websites und Blogs lesen Sie?

          Jasmine: „Man Repeller“, „Into the Gloss“, „The Coveteur“. Mich interessiert das Leben anderer Menschen.

          Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

          Jasmine: Ich schreibe immer Postkarten.

          Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

          Melissa: „Die Wolfsfrau – Die Kraft der weiblichen Urinstinkte“ von Clarissa Pinkola Estés.

          Jasmine: „Der stumme Frühling“ von Rachel Carson. Es geht darum, wie wir mit Pestiziden unsere Umwelt zerstören. Das hat mir die Augen geöffnet.

          Ihre Lieblingsvornamen?

          Melissa: Sonny, Darwin, Olive, Matilda. Und Nelly – so heißt mein Staffordshire Bull Terrier.

          Jasmine: Meine drei Hunde heißen Julie, Arguna und Bheema. Und ich mag den Namen James.

          Ihr Lieblingsfilm?

          Melissa: Wenn es sonntagsnachmittags regnet: „Harry Potter“ oder „Sinn und Sinnlichkeit“.

          Kochen und dabei noch gut aussehen: Melissa (links) und Jasmine Hemsley.

          Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

          Jasmine: Ich habe einen uralten Volvo. Den hat unsere Familie, seit ich zwölf war. Einmal hat er den Geist aufgegeben. Der Pannendienst war ganz überrascht: Ein Volvo lasse einen nie im Stich, meinten sie. Peinlicherweise sprang er dann auch gleich wieder an.

          Tragen Sie eine Uhr?

          Melissa: Eine coole Oris.

          Jasmine: Ich auch. Wir haben sie beide bekommen.

          Tragen Sie Schmuck?

          Melissa: Nicht viel, aber gerne einfache goldene Kreolen.

          Haben Sie einen Lieblingsduft?

          Jasmine: Ich trage gerne ätherische Öle auf der Haut, die beruhigen mich.

          Was ist Ihr größtes Talent?

          Jasmine: Ich bin eine gute Generalistin.

          Was ist Ihre größte Schwäche?

          Melissa: Hundewelpen und Babys.

          Jasmine: Ja! Meine Hunde! Und Babys meiner Freunde.

          Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

          Melissa: Indem man für mich kocht.

          Jasmine: Indem man mich in die Natur entführt.

          Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

          Melissa: „Was haben Sie gestern zu Abend gegessen?“

          Sind Sie abergläubisch?

          Jasmine: Nein, aber nicht alles ist rational zu erklären.

          Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

          Jasmine: In Südfrankreich. Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Croissant, es ist im Mund geschmolzen.

          Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

          Jasmine: Wir planen nie. Das kann ich nicht.

          Was trinken Sie zum Abendessen?

          Melissa: Gerne französische Weiße und italienische Rote.

          Aufgezeichnet von Jennifer Wiebking.

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