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Vom Hashtag zum Bildband : Von wegen brotlos!

  • Aktualisiert am

Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ als Brotbelag aus Schinken, Frühlingszwiebel, Rote Zwiebel, Marmelade und Meerettich auf Vollkorntoast Bild: Leon und Jochen Peters

Aus dem Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotbelag ist ein Buch geworden. Das ist witzig anzuschauen – und hat sogar eine Botschaft.

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          Was hat Brot mit Kunst zu tun, außer der Redewendung von der brotlosen Kunst? Für Marie Sophie Hingst so einiges. Die Bloggerin und promovierte Historikerin rief im vergangenen Sommer aus einer Laune heraus den Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotbelag ins Leben. Er landete binnen weniger Tage auf Platz eins der deutschen Twitter-Trends.

          Die ins Netz gestellten Bilder reichten von Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“ aus Fleischwurst und Birne auf Vollkornbrot über Klimts „Kuss“ aus Brombeeren, Lakritz und Möhren auf Toast bis zu da Vincis „Letztem Abendmahl“ aus Gummibärchen, Sour Cream und Marmelade auf Knäckebrot.

          Am 18. März erschien nun das Buch dazu. Erkenntnisse aus dem Vorwort: 3200 Sorten zählt das deutsche Brotregister, und vor dem Radiergummi nutzten Künstler Weißbrotkrumen. Dann die Kunstwerke: links das Original, rechts das Brot.

          Das ist witzig anzuschauen und hat sogar eine Botschaft: Internet und soziale Medien nicht nur als Bedrohung für klassische Bildung anzusehen, sondern auch als Plattform für große und kleine Fragen der Kunst. Zumindest ein bisschen, an faulen heißen Sommertagen.

          Das Buch: Marie Sophie Hingst: Kunstgeschichte als Brotbelag. Dumont, 15 Euro.

          Das Original: Michelangelos „Die Erschaffung Adams“ in der Sixtinischen Kapelle Bilderstrecke

          Marie Sophie Hingst: Kunstgeschichte als Brotbelag. Dumont, 15 Euro.

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