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Craftbier aus Hessen : Odenwälder Braukunst

  • -Aktualisiert am

Geschmack im Holzträger: Die „Kreativbrauerei“ will mit ihren unterschiedlichen Stilen traditionelle Biertrinker ebenso überzeugen wie besonders experimentierfreudige Kunden. Bild: Katja Borowski

Im Odenwald wird in einem kleinen Betrieb von Hand gebrautes und abgefülltes Bier produziert, das Spezialmalze und Aromahopfen aus aller Welt erhält. Auch deshalb hebt sich die Kreativbrauerei geschmacklich vom industriellen Mainstream ab.

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          Beginnen wir mit einer kleinen Rechnung: Es gibt etwa 40 Malzsorten, 200 Hopfensorten und 200 Hefesorten. Macht zusammen fast eineinhalb Million Kombinationen, die ein Bierbrauer für seine eigene Kreation nutzen kann. Oder gar um eine eigene Brauerei zu gründen. Doch das wagen die wenigsten.

          Auch deshalb muss man Marcel Alberti für seinen Mut bewundern. 2015, zu einer Zeit, in der die Craftbier-Welle in Deutschland schon wieder abzuflauen schien, hat er sich zusammen mit seiner Frau Anna mit der „Kreativbrauerei Brewers Fantasy“ selbständig gemacht. Und das auch noch mitten im tiefsten Odenwald, in Erlenbach bei Fürth. Blauäugig ist Alberti allerdings nicht an die Sache herangegangen: Er ist gelernter Brauer und Mälzer, hat einen Meisterbrief für Lebensmitteltechnik, Schwerpunkt Brauen, und ist schließlich auch noch Biersommelier. Und wie es sich für einen echten Craft-Braumeister gehört, hat Alberti zudem seine Brauanlagen selbst gebaut.

          In seinem kleinen, eigenen Betrieb wollte Alberti von Anfang an von Hand gebraute und abgefüllte Biere produzieren, die Spezialmalze und Aromahopfen aus aller Welt enthalten und sich auch deshalb geschmacklich vom industriellen Mainstream abheben. Drei Linien hat Alberti bisher aufgelegt und dabei diverse Bier-Stile ausprobiert, um weder den traditionellen Biertrinker noch experimentierfreudige Kunden auszuschließen.

          Ein Bier mit Stil

          Außer klassischen „Premium Bieren“ wie Pilsner, Helles, Dunkles, Hefeweizen und naturtrübes Kellerpils, die allesamt würzig und vollmundig im Geschmack sind und für 1,70 Euro bis 2,10 Euro in der Halbliter-Flasche verkauft werden, sind Albertis Brauphantasie bis dato sieben Craftbiere entsprungen, darunter ein „Royal Red Ale“, ein „Wicked Wit“, ein „Precious Porter“ und ein „Coffee Ale“, die zwischen zwei und drei Euro je 0,33-Liter-Flasche kosten.

          Als dritte Linie gibt es schließlich noch die „Gourmet-Biere“, die Kenner und solche, die es werden wollen, ansprechen sollen. Etwa das „Luxury Lager“, ein mit Champagner-Hefe veredeltes Bier, das in eine 0,75-Liter-Sektflasche abgefüllt wird, zehn Prozent Alkohol enthält und 25 Euro kostet. Oder das „Big Bang for a Buck Bourbon“, ein Bier im Stil eines Barley Wine, das neun Monate im Bourbon-Fass reift, bevor es abgefüllt wird.

          Verkauft werden die Biere der „Kreativbrauerei Brewers Fantasy“ inzwischen in vielen Geschäften sowie Super- und Getränkemärkten im Odenwald und Darmstadt, zudem werden sie in einer ganzen Reihe von Lokalen in der Region ausgeschenkt. Zu bekommen sind sie aber natürlich auch über den Online-Shop unter der Netz-Adresse www.brewers-fantasy.de/bestellen.

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