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Bei Auktion in Bad Kreuznach : Wie ein Riesling den Wert von 22.000 Euro erreichte

  • -Aktualisiert am

Cornelius Dönnhoff: „Ich konnte sehen, es war ihm unangenehm“, sagte sein Vater. Bild: F.A.S.

Nachlese zur verrücktesten Auktion des Jahres: Der Käufer, der Winzer, das Weingut – und wie kam dieser hohe Preis zustande? Unser Wein-Kolumnist klärt auf.

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          Klar, diese Art Reaktion habe ich erwartet. 22.491 Euro für eine Flasche Wein bei einer Versteigerung: So eine Marke ruft Erstaunen hervor, zornige Kommentare gar. Von wegen Verhältnismäßigkeit und so. Das verstehe ich. Die Welt ist verrückt, aus den Fugen geraten. Mag sein. Passiert ist es dennoch, deshalb hier ein paar Worte dazu.

          Während der Weinauktion der VDP-Regionen Ahr, Nahe, Rheinhessen und Pfalz in Bad Kreuznach, die Ende September insgesamt 1,3 Millionen Euro erbrachte, ist vermutlich niemandem so mulmig geworden wie Cornelius Dönnhoff, dem Winzer, der die nun sagenumwobene 2015er Hermannshöhle Riesling Trockenbeerenauslese „Freitag“ produziert hat. Natürlich habe er damit nicht gerechnet, sagte er mir später. Niemand rechnet mit so einem Preis. Ausgelobt waren 960 Euro für das Magnum-Format, 480 Euro für die vier 75-cl-Flaschen und 240 Euro für die 16 angebotenen 375-ml-Flaschen.

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