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Abgebrannte Schwarzwaldstube : „Das ist eine große Chance“

Aufräumen, bevor alles neu werden kann: Ein Bagger räumt den Menüaushang des ausgebrannten Restaurants des Hotels «Traube Tonbach» weg. Bild: dpa

Der Architekt Hans Klumpp kennt die „Schwarzwaldstube“ und ihren Eigentümer seit seiner Schulzeit. Im Interview spricht er über ihren Wiederaufbau, die Hotelarchitektur in Deutschland und überbewerteten Schnickschnack.

          4 Min.

          Der Architekt Hans Klumpp stammt aus Tonbach, den Aufstieg der Hotelbetriebe im Schwarzwald in die Spitzengastronomie verfolgt er seit 50 Jahren. Den Hotelbesitzer Heiner Finkbeiner, Eigentümer des vor kurzem abgebrannten Gourmet-Restaurants „Schwarzwaldstube“, kennt er seit der gemeinsamen Schulzeit. Als Vorsitzender des Gestaltungsbeirats in Baiersbronn berät der 72 Jahre alte Architekt die Gemeinde in städtebaulichen und architektonischen Fragen.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Herr Klumpp, welche Bedeutung hat die vor einer Woche abgebrannte „Schwarzwaldstube“ für Sie?

          Seit etwa 60 Jahren kannte ich dieses Gebäude. Es war für viele Gäste und Besucher die Urzelle des gesamten Hotelkomplexes. Nahezu jeden An-, Um- und Erweiterungsbau habe ich mit großem Interesse verfolgt, auch das Entstehen der „Schwarzwaldstube“, des inzwischen sicher bekanntesten Teils des Stammhauses. Mehrere Hotels im Schwarzwald haben zumindest baulich seit den sechziger Jahren eine vergleichbare Entwicklung durchgemacht. Aus kleinen Gasthöfen oder Hotels wurden in kürzester Zeit große, bekannte und gut geführte Hotels oder sogenannte Kurhotels, sie ähneln sich deshalb alle ziemlich.

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