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Für Mensch und Klima : Wie nachhaltig ist der Weihnachtsbaum?

Diese kleine Nordmanntanne soll mal ein Weihnachtsbaum werden. Bild: dpa

Die Konsumdebatte macht auch vor der Tanne zu Heiligabend nicht halt: Welche Siegel sinnvoll sind – und was Bäume aus Plastik oder in Töpfen bringen.

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          Alle Jahre wieder trägt er stolz funkelnde Lichter und breitet seine tannengrünen Äste über die Geschenke aus: Der Weihnachtsbaum. Doch wo kommt er eigentlich her? „Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wo der Weihnachtsbaum ursprünglich produziert wird. Sie glauben, er sei ein rein deutsches Produkt“, sagt Marianne Bols. Die dänische Försterin hingegen weiß, wo die Produktionskette des Weihnachtsbaums wirklich beginnt: Im Westen Georgiens, zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus, in einer abgelegenen Region namens Racha liegt ein alter Wald. Hier wächst der Lieblings-Weihnachtsbaum der Deutschen, abies nordmanniana oder auch Nordmanntanne genannt. Diese für ihre kräftigen, glänzend dunkelgrünen Nadeln geschätzte Baumart steht für 75 Prozent der jährlich rund 30 Millionen in der Bundesrepublik verkauften Weihnachtsbäume.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Jeden Herbst wagen sich die Bewohner der Dörfer am Fuße des Waldes in schwindelerregende Höhen, um die Zapfen der Nordmanntanne zu ernten. Aus den darin enthaltenen Samen ziehen Baumschulen kleine Setzlinge heran, die an deutsche Weihnachtsbaumerzeuger verkauft werden. Rund sieben Jahre später stehen die Bäume dann in deutschen Wohnzimmern.

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